Wie Interims-Kapitän Martin Krapf das bisherige Abschneiden des Neulings Stadelschwarzach beurteilt und wen der Verein reaktiviert hat, um den Klassenverbleib zu schaffen.
Ein Drittel der Runde ist vorbei. Die Bilanz von Kreisliga-(Wieder-)Aufsteiger DJK Stadelschwarzach liest sich mit gerade einmal sieben Punkten nicht gerade rosig. Das weiß auch Martin Krapf, der nach Verletzungen und beruflich bedingten längeren Aufenthalten in den USA und in Südafrika seit dem Sommer wieder eingestiegen ist.
Derzeit ist der 31-jährige Routinier Kapitän, weil der etatmäßige Spielführer Christian Lorey wieder verletzt ausfällt. Ebenso wie der eigentliche Stellvertreter Benedikt Schumann, den ein Kreuzbandriss zu einer längeren Pause zwingt. Dazu ging nicht nur mit Manuel Rodamer ein wichtiger Mann, auch die beiden Spielertrainer Felix Manger und Peter Zay verabschiedeten sich nach drei Jahren, die zwei Auf- und einen Abstieg brachten. All das trifft den Kader der Jugendkraft aus dem Prichsenstädter Stadtteil, auch weil Neuzugänge ausgeblieben sind.
Blicken wir zurück. In der vergangenen Runde kürte sich die DJK Stadelschwarzach am letzten Spieltag ausgerechnet durch einen Sieg beim direkten Konkurrenten TSV Grettstadt zum Meister. Ob es gut war, dass die DJK im Sommer die Rückkehr in die Kreisliga schaffte? „Mannschaft und Verein haben sich dafür entschieden, aufzusteigen mit allen sportlichen Risiken. Wir waren uns alle bewusst, dass es schwierig wird“, sagt Martin Krapf.
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Er stand im Vorjahr bei keinem einzigen Spiel der Ersten auf dem Platz, weil ihm der Beruf wichtiger war. Erst im Januar, Februar, April und Mai diesen Jahres weilte der Industriemeister bei Fehrer in den USA und Südafrika, um dort den Start von Projekten zu koordinieren und zu betreuen. Es bringe ja nichts, wenn er nur für einige wenige Spiele da sei. Also hielt er sich raus. Im Jahr zuvor sah es genauso aus. Dazu hinderte ihn damals auch noch eine langwierige Muskelverletzung.
Jetzt ist Krapf wieder der Abwehrchef, „sofern ich da und auch fit bin, spiele ich.“ Bis es Mitte November wieder für einige Wochen in die USA geht. Der Beruf habe einfach Vorrang, auch wenn der Fußball öfters juckt. Manchmal sei der Fußball weit weg gewesen für ihn, etwa wenn er sich in Südafrika an freien Tagen die Wildnis angeschaut hat. Auf dem aktuellen Stand ist er im Ausland dennoch meistens gewesen. „Ich war immer Teil der Mannschaft, konnte nur nicht spielen. Ich bin nie ganz vom Fußball weg gekommen.“
Gerade zurück aus Südafrika, stieg Krapf diesen Sommer wieder richtig ein. Mit Jürgen Bergner kam ein neuer Trainer, der es in der Kreisliga unter den zuvor genannten Voraussetzungen nicht leicht hat. „Du weißt am Wochenende nicht, wer neben dir steht und spielt. Wir bringen keine Konstanz rein“, nennt Krapf das Problem, dass man wegen der vielen Ausfälle häufig wechseln müsse. „Aber alles Jammern nützt nichts, wir müssen nach vorne schauen“
Zuletzt wurde mit Peter Zay (37) ein Spieler reaktiviert, der der Mannschaft durch seine Klasse auf dem Platz hilft. Doch das reicht noch nicht. Zuletzt fiel es auch dem sonstigen Torgaranten Rene Rottendorf schwer, seine Tore zu machen. Viermal traf er in dieser Runde, nach 41, 16 und 36 Treffern in den Vorjahren. „Er muss eben auch hinten mithelfen, weil wir defensiver ausgerichtet sind. Sonst hatten wir Spieler von der Qualität, dass wir mitspielen konnten. Jetzt bleibt uns aufgrund der Personalsituation nichts anderes übrig, als auf Konter zu setzen“, nennt Krapf die Krux.