Marcel Schröder, Würzburgs Trainer, nannte es am Ende Kleinigkeiten. Feinheiten, die den Unterschied machten. Unnötige Ballverluste. Drei-Punkte-Würfe. Vielleicht ein Foul zum falschen Zeitpunkt. Am Samstagabend trafen in Würzburg zwei der stärksten Defensiven der Liga aufeinander. Bissig, hart, extrem kämpferisch. Muli Katzurin fasste es am Ende richtig zusammen: "Das war heute kein großer Basketball. Das war Kampf von beiden Mannschaften."

Wie eng es war, dafür reicht ein Blick in die Statistik: Acht Mal stand es unentschieden. Zehn Mal wechselte die Führung.

Der höchste Vorsprung der S.Oliver Baskets Würzburg: 4 Punkte. Die größte Führung der Frankfurt Skyliners: 7 Punkte. Das war ganz zum Schluss, Frankfurt setzte sich ab, weil die Würzburger nicht aufgepasst hatten.
Zuvor hatten die beiden Mannschaften in den ersten vier Minuten des letzten Viertels nur einen Wurf getroffen: Bei Würzburg ein Dreier von Lamont McIntosh. Bei Frankfurt ein Dreier von Quantez Robertson. 44:44, wieder Gleichstand.

Dann schliefen die Würzburger: Marius Nolte spielte Ryan Brooks an, der kam völlig frei zum Wurf.

Drei Punkte. Dann spielte Brooks auf Quantez, wieder frei, wieder der Wurf, wieder saß der. Chris McNaughton verkürzte dann zwar für die Würzburger auf 46:50, doch drei verwandelte Freiwürfe für Ryan Brooks sorgten für das 53:46 und die höchste Frankfurter Führung im Spiel - die die Hessen sich nicht mehr nehmen ließen. Muli Katzurin sagte nah dem Spiel: "Wir waren fokussiert und haben am Ende die Führung gehalten."

Würzburg kam zwar durch Dreier von Dwayne Anderson und Mike Lenzly immer wieder bis auf einen Punkt heran.

Aber dann waren da wieder diese Kleinigkeiten: Freiwürfe. An einem schlechten Tag fällt einer daneben, aber Ryan Brooks, Dawan Robinson und Zachery Peacock hatten keinen schlechten Tag. Frankfurt traf. "Das ist eine bittere Niederlage für uns im Kampf um die Playoffs. Trotzdem bin ich stolz auf die Mannschaft, dass sie gekämpft hat und am Ende noch einmal zurück gekommen ist", sagte Würzburgs Trainer Marcel Schröder.