In seinem zweiten Jahr in der Bayernliga will sich der Klub weiterentwickeln. Welche Platzierung am Ende der neuen Saison für Trainer Mario Schindler „Weltklasse“ wäre.
Bereit für den nächsten Schritt ist der TSV Abtswind. In seinem zweiten Bayernliga-Jahr will Trainer Mario Schindler die Mannschaft weiterentwickeln. „Wir wollen ein Stück weiterkommen, uns verbessern. Unser Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz. Wenn es Platz sieben oder acht wird, wäre das Weltklasse“, gibt der 42-Jährige vor. Das ein oder andere habe auch er aus der ersten Saison in dieser Spielklasse gelernt.
Die Pause fiel für Mario Schindler eher kurz aus und war recht arbeitsreich. Einige Tage in Italien gönnte er sich. Ansonsten galt es, „Spielergespräche zu führen, Neuverpflichtungen klarzumachen, viele organisatorische Dinge zu klären“. Getan hat sich einiges bei den Abtswindern. Der Spielerkader umfasst nach einigen Abgängen etwa 25 Mann, er wurde mit dem ein oder anderen bereits Bayernliga- oder sogar höher erfahrenen Akteur ergänzt. „Nominell sind wir stärker aufgestellt, als in der vorigen Runde“, glaubt Trainer Schindler. Die Breite sei notwendig, das habe man vorige Saison gemerkt, als der TV einiges an Verletzungspech hatte.
Diesmal ergänzte Abtswind den Kader in allen Bereichen, vom Tor bis in den Angriff, und verstärkte sich wohl auch. Das Augenmerk lag vor allem auf der Offensive, um dort einfach mehr Qualität, mehr Gefahr zu bekommen. Letzte Runde war Max Hillenbrand mit elf Toren erfolgreichster Torschütze, obwohl er meist auf der Außenbahn unterwegs war. „Den Torjäger hatten wir letzte Runde nicht, nachdem sich Roman Hartleb früh verletzte. Wir wollten schauen, dass wir in der Spitze was machen“, erläutert Schindler die Strategie.
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Also wurde zum einen mit Igor Mikic (34) ein Mann vom TSV Lengfeld geholt, von dem sich der Trainer trotz seines Alters einiges verspricht. Ob er die Rolle des Torjägers einnimmt?
„Viele für die Sechser-Position, aber nur einen richtigen Zehner“, hatte der Abtswinder Kader im Vorjahr laut Schindler. Also wurde auch im spielerischen Bereich weiter am Aufgebot gebastelt. Mit Michael Dietl (25) schloss sich ein Mann dem Verein an, der zuletzt bei Liga-Konkurrent DJK Ammerthal kickte. Dietl studiert in Würzburg und kennt Adrian Dußler aus der Uni-Mannschaft. „Er fehlte zuletzt wegen eines Kreuzbandrisses, ist nun aber wieder fit. Ein Glücksgriff“, meint der Trainer. Gekommen ist außerdem Dominik Schmitt (22), der beim FC Sand zuletzt eine gute Rolle bekleidete. Der aus Frankenwinheim stammende Kicker ist Cousin von TSV-Co-Trainer Daniel Hämmerlein und stand schon länger auf der Wunschliste. Weiter gesellt sich mit Markus Thomann (22) ein Mittelfeld-Akteur vom TSV Aubstadt dazu.
Von diesem Klub kommt auch Torhüter Felix Reusch (24), „ein richtig guter, der sich verändern wollte“, wie Schindler schildert. Auch weil bei Stammtorwart Florian Warschecha möglicherweise eine Ellenbogen-Operation droht, habe man auf der Position gehandelt. Reusch, Schmitt und Thomann spielten einst beim FC 05 Schweinfurt, wie bereits manch anderer im Abtswinder Trikot. In der Defensive hat der TSV mit Karl Ekollo einen jungen Linksfuß vom FC Geesdorf weggelotst, „Physisch sehr stark, jung, talentiert, ein guter Linksfuß“, beschreibt der Übungsleiter den 23-jährigen Franzosen. Dazu gesellt sich mit Christian Steinmetz (28) ein erfahrener Mann, der beim Würzburger FV einige Jahre in der Bayernliga kickte und zuletzt als Spielertrainer in Bütthard war. Er kann der Abwehr weiterhelfen, zumal Innenverteidiger Mathias Brunsch erst einmal eine Pause eingelegt hat.
Dass das zweite Jahr gemeinhin schwieriger werde als das erste, daran glaubt Trainer Mario Schindler nicht unbedingt. „Man tut sich ein Stück weit leichter, weil man weiß, was auf einen zukommt, wie es in der Liga läuft.“ Seine Mannen wüssten nun, dass in der Bayernliga eine andere Intensität herrsche und die Belastung physisch eben höher sei. Das körperliche Niveau der Akteure, an dem der TSV im letzten Winter verstärkt gearbeitet hat, will Schindler weiter ausbauen. An der taktischen Disziplin, aber auch am schnellen Reagieren und Umstellen auf den Gegner, müsse man weiter feilen.