Schmerzhaftes Schulterzucken

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Sport-Tagebuch: Zahl zwischen 12 und 14
Sport-Tagebuch: Zahl zwischen 12 und 14

Reitstetters Unfall, Kitzinger Zahnfleisch, Langs kurze Pause und der altbewährte Ali.

DIENSTAG

Ein Aquaplaning-Unfall mit seinem Motorroller hat Würzburgs Fußball-Kreisspielleiter Bernd Reitstetter eine Zwangspause auf unbestimmte Zeit beschert. Die jeweiligen Spielgruppentagungen in Zellingen, Rottendorf und Willanzheim wurden deshalb von Spielgruppenleiter Michael Köhler geleitet. Zunächst rechnete der verletzte Funktionär zwar mit seiner Rückkehr aufs Fußball-Parkett in Willanzheim. Da hatte er sich aber verrechnet.

Auch im Sportheim des Kreisklassenmeisters war Köhler Chef im Ring. Gott sei Dank. Als er nämlich den Einwand eines Vereinsfunktionärs wegen der 50 Euro Kosten für einen Vereinswechsel mit einem Schulterzucken quittierte, war klar, dass Bernd Reitstetter eine solche Reaktion nie hätte zeigen können. Bei seinem unfreiwilligen Roller-Abstieg hat der sich nämlich die Schulter verletzt. Was noch schwerer wiegt: Es ist genau die Schulter, an der Bernd Reitstetter bereits vor zwei Jahren schon einmal operiert worden war.

Von Stürzen hat der Fußball-Funktionär genug, wenngleich man natürlich auch die Erfolgsleiter nach oben fallen kann. Reitstetter ist in dieser Beziehung ebenfalls als Beispiel zu nennen. Seit dieser Saison verwaltet er als Spielleiter auch den Spielbetrieb in der Landesliga Nordwest.

 

MITTWOCH

Die Pause zwischen den Fußballrunden war kurz, speziell für die höherklassigen Mannschaften. In unserem speziellen Fall soll von den Kitzinger Bayern die Rede sein. „Dreieinhalb Wochen sind im Sommer genug, zumal wir ja im Winter eine längere Pause haben“, hält Kitzingens Sportleiter Burkhard Straßberger knallhart dagegen. Kein Wunder, dass manche Spieler nach der harten Vorbereitung ohne große Regeneration auf dem Zahnfleisch krochen. Für die Bayern zumindest sollte dies aber kein Problem gewesen sein. Zu den Werbepartnern des Neu-Landesligisten zählt offensichtlich eine Zahnärztin, wie eine Spielfeldumrandung vermuten lässt.

 

DONNERSTAG

Kaum war er in der sportlichen Versenkung verschwunden, ist er auch schon wieder aufgetaucht. Urban Langs endgültiger Ausstieg als Fußballertrainer nach 39 Jahren war nur von kurzer Dauer. Genau genommen gingen Aus- und Wiedereinstieg nahtlos ineinander über. Als er seinen Ex-Verein Donnersdorf im Juni noch bei einem Freundschaftsspiel betreute, hatte er schon dem SV Oberscheinfeld zugesagt.

Zu Langs kurzer Pause kam es so: Beim Relegationsspiel zwischen Reupelsdorf und Traustadt am 1. Juni in Oberschwarzach waren der gedankliche Trainerruheständler und Oberscheinfelds Vorsitzender Georg Krieger Zuschauer-Nachbarn. Kriegers Frage „was machst Du in der neuen Runde“ beantwortete Lang mit einem ehrlichen „Nichts!“ Das nachgeschobene „Willst Du nicht bei uns einsteigen“ brachte Lang zum Überlegen, am Montag zum Bekunden von Interesse und am Dienstag zur Zusage.

Warum Langs Rücktritt vom Rücktritt? „Oberscheinfeld liegt vor meiner Haustür. Die Gespräche waren sehr positiv. Die wollten mich unbedingt“, nennt der Wiesentheider drei Gründe. Seinen neuen Verein störte es auch nicht, dass er sich in der vergangenen Woche einer Hüft-Operation unterziehen musste. Mittlerweile ist er auf Reha in Bad Kissingen. Noch bis zum 15. August. „Am 16. stehe ich wieder auf dem Trainingsplatz“, verspricht er.

 

FREITAG

Es muss offensichtlich nicht schaden, wenn man im Notfall auf Altbewährte(s) zurückgreift. Nach dem überraschenden Ausstieg von Thorsten Selzam als Trainer bei der SG Buchbrunn/Mainstockheim wurde Ali Akdeniz zurückgeholt. Und mit ihm der Erfolg? Im Totopokal steht der Bezirksliga-Absteiger jedenfalls im Halbfinale.