"Du hast Nerven bewiesen und bist im Abschlussrennen als Deutscher Meister über die Ziellinie gefahren", würdigte Kitzingens Oberbürgermeister Siegfried Müller (UsW) die Leistung des Motorsportlers Klaus Hoffmann. Der Hausherr überreichte dem Deutschen Bergrennmeister 2012 der Tourenwagen ein Präsent aus wertvollen Gläsern.
"Du hast das große Glück, dass Du Dein Hobby zu Deinem Beruf gemacht hast", freute sich Müller mit dem Inhaber zweier Kitzinger Lackierzentren und hob besonders die Leistung des gesamten Teams um Hoffmann hervor: "Du hast das große Glück, viele Mitstreiter und Sponsoren zu besitzen". Einen solchen Meistertitel gäbe es nicht allzu oft in der Stadt. "Ich wünsche Dir, dass die Erfolgsserie noch lange hält", sagte der Oberbürgermeister vor den rund 60 Gästen, darunter AMC-Vorsitzender Walter Loschky und Buchbrunns (dem Wohnort Hoffmanns) zweiter Bürgermeister Karl Schleyer.
Rainer Gutzeit vom Automobilclub (AMC) Kitzingen betonte, dass Klaus Hoffmann die Tradition der erfolgreichen Bergfahrer des Vereins fortsetze und blickte auf die Anfänge des Meisters als Auszubildender zum Kfz-Mechaniker beim damaligen Vorsitzenden Herbert Meyer zurück. Er erinnerte auch an Hoffmanns erstes Schwanbergrennen 1983. Ohne Fleiß kein Preis, sei schon immer dessen Motto gewesen, sagte Gutzeit. "Es sei einfach faszinierend, wie er das alles gemanaged hat", neben den Rennsport auch seinen Betrieb mit mittlerweile 50 Mitarbeitern aufzubauen. Wie Hoffmann von einem unbekümmerten Fahrer zu einer hohen Professionalität gefunden hatte und seine neue Leidenschaft, die Konstruktion von Rennwagen, konsequent mit Leben erfüllt hat.
Der AMC-Pressesprecher lobte das starke Engagement des Firmenchefs für schwache Schüler, denen er eine Ausbildung ermöglicht hat und stellte auch Hoffmanns Networking heraus. Dieser habe sich sehr gute Kontakte zur Elite des deutschen Rennsports geschaffen und so auch sein Meisterauto, einen Opel Astra V8 DTM des Spitzenfahrers Norbert Brenner, kaufen können. "Es ist faszinierend, wie konsequent er dies verfolgt hat." Besonders die Coolness beim Rennen bewundere er. "Als wäre ein Bergrennen die normalste Sache der Welt."
Sportreferent Manfred Marstaller (UsW) gratulierte Hoffmann: "Du bist im wahrsten Sinne des Wortes am Gipfel angekommen." Hoffmann selbst war so gerührt, dass er nur ein paar Worte sagen wollte: "Ich bin Deutscher Meister, aber das Team ist für mich das Wichtigste." Im Leben solle man sich Ziele setzen und diese mit allen Kräften anstreben. "Und ich sage - das lohnt sich." Anschließend durfte er aus der Kandel von Hofrat Walter Vierrether einen großen Schluck nehmen.