Nach den Vorrundenspielen überraschte der Ausgang des U11-Juniorenturniers um den Wanderpokal des FC Iphofen schon etwas. Nicht das Heimteam, das souverän die Gruppe A beherrschte und mit zwölf Punkten und ohne Gegentreffer vorne lag, siegte im Finale, sondern der SV Gaukönigshofen.
Die Mannschaft aus dem Ochsenfurter Gau hatte sich mit minimalen Ergebnissen in der Gruppe B auf den zweiten Platz gerettet und kam im Halbfinale gegen das erste Team des FC Iphofen erst per Siebenmeter-Schießen weiter.
Der Trainer des SV Gaukönigshofen, Otto Gerst, hatte in seinen eigenen Kindern einen großen Rückhalt im Team, Sohn Lukas hielt mit seinen Paraden den SVG im Spiel und Tochter Laura (Spielführerin) war eine der besten Akteure in der
Halle. "Sie spielt auch in der
U15-Mannschaft bei den Mädchen und ist auch dort eine der besten", berichtete Vater Otto stolz.

Iphofen musste sich auch noch im Spiel um Platz drei der FG Marktbreit-Martinsheim mit 0:2 beugen. Auch das zweite Halbfinale musste im Siebenmeter-Schießen entschieden werden. TSV Mainbernheim I hieß hier der glückliche 6:5-Sieger über die Marktbreit-Martinsheimer Fußballgemeinschaft.
Torlos verlief das Finale. Der SV Gaukönigshofen hatte vom Siebenmeter-Punkt dann die besseren Schützen im Gegensatz zum TSV Mainbernheim I. Der Iphöfer Nachbarort konnte trotzdem jubeln, stellte er mit Noah Hess den besten Torschützen des Turniers (sechs Treffer).

Rhön dominiert bei Juniorinnen

Rhön-Power war angesagt beim Wanderpokalturnier des FC Iphofen für die U17-Juniorinnen. "Hier regiert der FFCB", schallte es von den Rängen der Karl-Knauf-Halle. Die Fan-Gesänge trafen den Nagel auf den Kopf. Souverän setzten sich die erste und zweite Mannschaft des FFC 06 Bastheim/Burgwallbach in ihren Gruppen durch. In den Halbfinalspielen benötigten beide Teams etwas Glück, um durch ein erfolgreiches Siebenmeter-Schießen gegen den TSV Prosselsheim und den ETSV Würzburg ins Finale einzuziehen. Die Rhöner waren fast mit ihrem gesamten Landesliga-Kader nach Iphofen gereist. Der ETSV Würzburg hatte mit Denise Peter, Katharina Braun und Melanie Eiter drei Spielerinnen aus dem Bundesligakader in seiner Mannschaft.
Doch die Mannschaft aus der Domstadt enttäuschte und verdankte es nur ihrer überragenden Torfrau Denise Peter, dass sie noch den dritten Platz erreichte. Was dieses Mädchen alles herausfischte, war schier unglaublich, des Öfteren gab es ein anerkennendes Raunen der Zuschauer. Dramatisch endete für sie das Siebenmeter-Schießen zum Einzug ins Finale, als sie die Kugel neben das Tor des FFC I setzte.
Der TSV Prosselsheim vermisste seine Stammtorhüterin Jenny Winter. Jana Fietz, als Feldspielerin ins Tor gewechselt, machte ihre Sache recht ordentlich. Mit einer gelernten Torhüterin von Winters Qualitäten hätte der TSV für eine Überraschung sorgen können. So reichten die zwölf Treffer der Torschützenkönigin Tanja Keller nur zu Platz vier. Die anderen Teams konnten auch nicht über ihren Schatten springen und so machten die "Großen" die ersten Plätze unter sich aus.