Trotz des in der Relegation im Mai verpassten Aufstiegs hatten die Fußballer des FC Eibelstadt in den letzten Wochen einiges zu feiern. Einmal stand im Juni wie immer das traditionelle Weinfest am Marktplatz an, das der Sportverein ja veranstaltet. Außerdem heiratete Spielertrainer Fabian Gärtner erst kürzlich im August, weswegen der FC eigens das angesetzte Heimspiel gegen Versbach verlegte.

Nur über eines konnte sich der FC nicht freuen: Über Siege. Der Zweite der Vorsaison und von vielen als heißer Titelanwärter angesehene Klub holte in den bisherigen drei Begegnungen nur einen Zähler, beim 0:0 daheim gegen Aufsteiger SV Sonderhofen. Zuletzt setzte es sogar ein herbes 1:5 auf eigenem Platz gegen den ETSV Würzburg. Ohne Spielertrainer Fabian Gärtner übrigens, der sich nach seiner Hochzeit für einige Tage in die Flitterwochen verabschiedet hatte.

Weil auch Co-Trainer Marco Hess urlaubte, musste Eibelstadts verletzter Kapitän Thorbjörn Köhne als Verantwortlicher an der Seitenlinie tatenlos von außen zusehen, wie der ETSV mit dem Ex-Eibelstadter Johannes Wegmann als Spielertrainer triumphierte. Am Fehlen des Trainers habe die Niederlage natürlich nicht gelegen, wiegelt FC-Vorstand Martin Geißler ab. „Wir agierten einfach zu behäbig, der Gegner war meist einen Tick schneller.“

Dem Vorsitzenden bereitet der mäßige Einstieg in die Saison bisher kein Kopfzerbrechen. Von einem Fehlstart mag er nicht sprechen. Dass der Motor am Anfang stottert, komme ihm bekannt vor aus dem Vorjahr, als aus den ersten drei Partien ebenso nur ein Zähler heraussprang. Spiel Nummer vier gewannen die Eibelstädter damals in Reichenberg gleich mit 4:0. Ob das ein gutes Omen für die nun anstehende Partie in Dettelbach ist? „Eine schwierige Aufgabe! Favorit sind wir dort wohl nicht unbedingt, da können sich die Spieler mal beweisen“, blickt Geißler auf den Sonntag und noch ein Spiel weiter. Nach dem Mittwochsspiel gegen Versbach lasse sich das Ganze etwas klarer sehen.

Woran es liegen könnte, dass die Eibelstadter erneut schlecht in die Saison starteten, darüber mag Geißler nur spekulieren. Vielleicht habe mancher gedacht, es gehe nach einer überragenden Rückrunde in der letzten Spielzeit einfach so weiter. Mag sein, dass die Abgänge der beiden Stammkräfte Edwin Aber und Benedikt Lindner noch nicht so kompensiert wurden. Oder weil mancher, wie Dominik Schenk oder Thorbjörn Köhne, eben verletzt oder wegen Urlaub fehlte. Diese Probleme hätten andere Mannschaften auch, meint der Vorstand.

Einen Grund zur Sorge erkennt Geißler aktuell nicht. Die Spieler seien engagiert, das Verhältnis zum Trainer passe. „Mir fehlt ein wenig der Spaß beim Spiel, die Leichtigkeit. Ich habe aber keine großen Gedanken, dass es nach hinten los gehen könnte“, mag Geißler das alles nicht überbewerten.

Natürlich hätte er keine Einwände, würde sein FC aufsteigen. Gefordert werde das von Vereinsseite aber nicht ausdrücklich, planen könne man so etwas aber sowieso nicht. „Wir wollen vorne mitmischen, möglichst viele Zuschauer und Spaß haben“, schildert er die Sicht des Vereins. Es bleibt ja noch genügend Zeit für die Wende, wie das Vorjahr bewiesen hat.