"Es muss Schutzengel geben": Mann überlebt Bergabsturz eine Nacht im Schnee

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Rettungseinsatz mit einem Hubschrauber
Die Bergrettung in Tirol war mit mehreren Teams auf der Suche nach einem vermissten Bergsteiger aus Baden-Württemberg. (Symbolbild)
Symbolbild: Rettungshubschrauber, Einsatz, Bergung
Spidi1981/AdobeStock

Kälte, Schnee und Nebel: Ein deutscher Wanderer geht alleine in die Tiroler Berge und kehrt nicht mehr zurück. Nach einer großen Suchaktion wird er gefunden. Die Retter sprechen von einem Wunder.

Ein schwer verletzter Wanderer aus dem süddeutschen Raum in den Tiroler Bergen nach einer Nacht im Schnee dank einer aufwendigen Suchaktion gerettet worden. Der Mann sei gestürzt und erst einen Tag später im Schnee in einer Höhe von rund 2200 Metern gefunden worden, wie die österreichische Polizei berichtete. "Dass der Bergsteiger die Nacht unter diesen Bedingungen überlebt hat, grenzt für alle Beteiligten an ein Wunder", schrieben die Bergretter auf Facebook.

Der Mann stammt nach Angaben der Polizei aus Ettlingen (Baden-Württemberg). Er war demnach am Dienstagmorgen (9. Juni 2026) in Bach nahe der bayerischen Grenze allein zu einer Wanderung aufgebrochen. Nachdem er bis zum Abend nicht zurückgekehrt war, alarmierte der Wirt seiner Ferienunterkunft die Einsatzkräfte. Polizeibeamte, Feuerwehrleute sowie Bergretter mit Suchhunden und Drohnen rückten aus.

Retter finden Vermissten schwer verletzt in einem Schneefeld

Die Suche musste in der Nacht unterbrochen werden, wie die Polizei berichtete. Schlechtes Wetter behinderte den Einsatz. Als sich der Nebel vorübergehend lichtete, konnte ein Hubschrauber am Mittwochmorgen mehrere Teams im Suchgebiet absetzen. Der Schwerverletzte wurde bei einem Bergsattel in einem Schneefeld gefunden.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Wanderer im Gebiet des 2388 Meter hohen Strahlkopfes über eine sehr steile und felsige Bergflanke abgestürzt war. Die Unfallstelle liegt in der Nähe der Gemeinde Holzgau.

Flugrettung überrascht, den Mann noch lebend zu finden

Nach Angaben der Flugrettungsgesellschaft ARA hatte es dort in der Nacht etwa null Grad. "Es muss Schutzengel geben, anders ist es nicht erklärbar, dass man mit solchen Verletzungen eine Nacht bei diesen Temperaturen und Schneefall im Freien überlebt", schrieben die Flugretter auf Facebook.

Der Mann war ansprechbar, doch er konnte sich nicht an den Unfallhergang erinnern, wie es von der Polizei hieß. Er wurde mit einem Helikopter in eine Klinik im bayerischen Murnau geflogen.