Zahlen spielen gerade im Sport eine entscheidende Rolle. Damit werden die Unterschiede dargestellt. Das gilt beim Messen der Zeiten und Weiten, bei Wertungen oder bei den Ergebnissen von Einzel- und Mannschaftssportarten. Hier werden die Zahlen zur Hilfe genommen, um zwischen Sieg und Niederlage zu unterscheiden. Einige der zuletzt im Fußball genannten Zahlen machen Otto-Normal-Anhänger schon ein wenig stutzig.

Hier fallen einem zunächst vor allem die Summen auf, die kürzlich zum Transfer für Fußballer aufgerufen und wohl auch bezahlt wurden: 222 Millionen Euro für den Brasilianer Neymar, noch einmal 180 Millionen für Mbappé – halt, der wurde ja ausgeliehen von seinem neuen Klub, quasi als Mogelpackung, nicht gekauft. Dazu kommen die 105 Millionen Euro für den Franzosen Dembélé. Das ganze Kleingeld macht dann zusammen 507 Millionen Euro. Ein Wahnsinn! Wir verzichten an dieser Stelle auf Begriffe wie Anstand, Moral, und so weiter. Die sind im Profisport schon längst nicht mehr gefragt. Zu stoppen werden diese Summen nicht mehr sein, Andererseits könnte man in den USA sagen, 507 Millionen ist doch gar nicht so viel. Dort haben die beiden Kandidaten für das Präsidentenamt zusammen angeblich das gleiche Sümmchen für ihren Wahlkampf ausgegeben.

Nur gut ist, dass endlich dieses unsägliche Transferfenster geschlossen wurde. Das nächste absurde Theater schließt damit, übrigens auch bei den Amateuren. Ab sofort darf jedenfalls bis zur Winterpause nicht mehr gewechselt werden. Wer weiß, was ansonsten für Summen und Zahlen heraus gekommen wären. Und welche in Zukunft noch kommen werden? Darüber wollen wir an dieser Stelle lieber nicht spekulieren. Die nächste Zahl, die hängen blieb, ist die „4“. Eine ganz einfache Ziffer, eine gerade Zahl, die in der Zweiten Fußball-Bundesliga gleich doppelt auftaucht. Vier Spieltage sind erste absolviert und schon ist bereits der vierte Trainer entlassen. Der erste musste mit dem Bochumer Gertjan Verbeek bereits vor dem Saisonstart seine Koffer packen. So sei eben das Geschäft, jeder wisse im voraus, worauf er sich einlasse, meinte kürzlich einer aus der Branche ganz lapidar. So kann man das auch sehen. Bliebe noch die „12“ im Fußball-Lotto. Der zwölfjährige (!) Youssoufa Moukoko von Borussia Dortmund wurde nun für das Aufgebot der deutschen U16-Fußball-Nationalmannschaft nominiert. Der in Kamerun geborene und seit 2014 in Hamburg lebende Junge kickte zuvor beim FC St. Pauli. Er hat zuletzt in der U17-Bundesliga in vier Spielen zehn Tore erzielt. Auf dem Mannschaftsfoto scheint er nicht kleiner als viele seiner Mitspieler. Gut, im Aufgebot stehen 22 Spieler, 19 davon sind 15 Jahre alt, zwei 14 und Moukoko mit seinen zwölf Jahren. Der Junge mag ja Talent haben, aber muss so etwas sein? Anscheinend schon in unserer verrückten Welt.