Einmal mehr wurde beim Ehrenabend der Freiwilligen Feuerwehr Haidt/Stephansberg am Sonntagabend deutlich, wie wichtig auch kleinere Feuerwehren für eine Dorfgemeinschaft sind. Neben Landrätin Tamara Bischof zeigte auch das Führungsteam der Landkreisfeuerwehr mit Kreisbrandrat Dirk Albrecht, Kreisbrandinspektor Michael Krieger und Kreisbrandmeister Christoph Dülch die Verbundenheit mit einsatzbereiten Feuerwehrleuten. Bürgermeisterin Gerlinde Stier sah den Ehrenabend auch als "Ausdruck der Dankbarkeit für den selbstlosen Einsatz für die Dorfgemeinschaft, für Zuverlässigkeit und jede Gemeinde kann sich glücklich schätzen, die solche Leute in ihren Reihen hat". Der Dienst in der Feuerwehr werde in Kleinlangheim und seinen Ortsteilen Atzhausen und Haidt/Stephansberg sehr hoch eingeschätzt, was auch zum guten Miteinander der drei Wehren beitrage. Großes Lob hatte die Bürgermeisterin auch für die Frauen parat, die zum Gelingen von Veranstaltungen und Festivitäten beitragen.

Junge Leute sorgen für Verstärkung

Altbürgermeister Roland Lewandowski bezeichnete "Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung" als ausschlaggebend für eine funktionierende Feuerwehr- und Dorfgemeinschaft. Besonderen Dank stattete er Albert Müller, kommissarischen Kommandant der Wehr, für die Bereitschaft ab, dieses Amt noch einmal wahrzunehmen. Für die Kleinlangheimer Feuerwehr bedankte sich Kommandant Rainer Bock für gute Zusammenarbeit, "auch im gemeinsamen Feuerwehrverein" und für die Atzhäuser Feuerwehr der Vereinsvorsitzende Leo Kuhn. Der Haidter Kommandant freute sich darüber, dass die Feuerwehr gut aufgestellt und für die Zukunft gewappnet ist, da junge Leute für Verstärkung sorgten, "sie bekommen eine gute Ausbildung und sind hochmotiviert dabei". Die Ärmelabzeichen für zehn Jahre Dienst in der Wehr bekam Martin Schellhorn, die für 30-jährigen Einsatz erhielten Thomas Schellhorn und Stefan Vicedom.

Die Landrätin bezeichnete die Feuerwehr als "einen der wichtigsten Vereine im Ort und eine vielseitige Ausbildung sorgt dafür, dass man für Einsätze bis hin zu Waldbränden gut gerüstet ist". Was umso höher zu bewerten sei, da Feuerwehrleute auch mal Leib und Leben riskieren würden und "zu jeder Zeit bei verschiedensten Einsätzen gefragt sind". Auch die Landkreischefin hob den Wert kleinerer Wehren für die Dorfgemeinschaft hervor, sie bezeichnete die Feuerwehr Haidt/Stephansberg als "Supertruppe". Lobesworte gab es auch in Richtung Landkreiswehrführung, die für einen guten Stand der Wehren im Landkreis sorge und sich Gedanken zur weiteren Entwicklung manche. "Alle Feuerwehren sind wichtig, diese Einstellung hat sich nicht geändert", betonte KBR Albrecht. Das habe sich auch beim Hochwassereinsatz gezeigt "und es ist ein Stück Lebensqualität, wenn wir überall Leute vor Ort haben, die für verschiedenste Einsätze, die nicht weniger werden, gewappnet sind".

Albert Müller wurde zum Ehrenkommandanten ernannt

Die Laudatio für Albert Müller, der zum Ehrenkommandanten ernannt wurde, hielt die Bürgermeisterin. Der Geehrte ist seit 1975 aktiv und wurde 1988 Kommandant der Wehr. Als besonderes Merkmal wurde sein Verantwortungsbewusstsein genannt und hervorgehoben wurde auch das Bemühen um die technische Ausrüstung. Da die Feuerwehr in Haidt auch sowas wie ein Dorfverein sei, habe er sich auch in der Dorferneuerung engagiert und für die Renovierung des Feuerwehrgerätehauses mit etlichen Helfern gesorgt. "Er sorgt immer dafür, dass es voran geht und es ist uns eine Herzensangelegenheit, dafür Dank zu sagen".

Ehrungen für 25 Jahre Dienst in der Feuerwehr: Zweiter Kommandant Stefan Schellhorn und dessen Bruder Uwe Schellhorn.

40 Jahre Dienst: Harald Schellhorn, Manfred Reppert, Udo Hertlein und Tilman Scheckenbach.