Arbeiten an der ehemaligen Atzhäuser Schule im Zuge der Dorferneuerung standen in der Sitzung des Kleinlangheimer Marktgemeinderates am Dienstagabend im VfL-Sportheim zur Debatte. Bürgermeisterin Gerlinde Stier hatte zu dieser Thematik darauf verwiesen, dass die Alte Schule als Einzelprojekt gefördert wird, "weshalb die Außenfassade wie gehabt gestaltet werden soll". Für die Teilerneuerung von Sandsteingewänden im oberen Bereich der Fensterfront war ein Angebot eingeholt worden, das sich auf 9383 Euro belief.

Zur Sanierung der Fenstergewänder gab es eine kurze Diskussion, da sich Ratsmitglieder auch Betonmaterial anstelle von Sandstein vorstellen konnten. Olaf Gärtner verwies auf die Bereitschaft von Atzhäuser Bürgern, bei der Auswechslung Hand anzulegen, falls das Angebot einer Kleinlangheimer Steinfirma angenommen werden sollte. Ein Auswechseln der Gewänder von Rund- und Doppelfenster im Giebelbereich aufgrund des vorhandenen Gerüsts wurde mit sieben Nein- und sechs Ja-Stimmen abgelehnt. Da noch Punkte mit den Behörden und insbesondere mit dem Amt für ländliche Entwicklung abzuklären sind, wurde eine endgültige Entscheidung zur Teilerneuerung von Sandsteingewändern nicht getroffen.

Gibt es Vorschriften bei Blitzableitern?

Zu einer eventuellen Blitzschutzanlage für die Alte Schule teilte die Bürgermeisterin mit, dass es laut Aussage der VG-Sachbearbeiterin keine Vorschrift für einen Blitzableiter gebe "und auch die Auskunft der Versicherung ging in die gleiche Richtung". Da das Haus nach den Sanierungsmaßnahmen nicht bewohnt werde, sei eine solche Anlage nicht nötig, weshalb sich das Ratskollegium geschlossen dagegen aussprach.

Dem Rat lag die Bauvoranfrage zu Abbruch des bestehenden Mühlen- und Wohngebäudes der Kastnersmühle und anschließendem Neubau eines Zweifamilienwohnhauses vor. Dazu gab es die Information, dass die bestehende Kleinkläranlage erneuert werden müsse und die Wasserversorgung gesichert sei. Das Landratsamt müsse nun prüfen, ob ein Wiederaufbau möglich sei. "Aus Sicht des Gemeinderates steht dem nichts entgegen und wir sind froh, dass da wieder Leben einzieht", sagte die Bürgermeisterin zu Fragen aus der Runde. Der Gemeinderat stimmte unter der Bedingung geschlossen für das Vorhaben, dass die Entwässerung durch die Kleinkläranlage erfolgt.

Auswirkungen des A-3-Ausbaus

Die ARGE Steigerwaldautobahn A3 GbR beantragte eine Sondernutzung des Wirtschaftsweges auf Flurnummer 290/0 von Atzhausen nach Haidt mit der Zusage, dass der Weg nach der Baumaßnahme wieder hergestellt werde. Dabei dürfe der landwirtschaftliche Verkehr nicht eingeschränkt werden "und die Baufahrzeuge sollen auf den Wegen bleiben und nicht in die Äcker reinfahren", forderte Thomas Schellhorn. Der Rat stimmte geschlossen für den Antrag unter der Bedingung, dass die Vereinbarungen eingehalten werden.

Die Feuerwehr Kleinlangheim beantragte einen Zuschuss zum Neuerwerb des Führerscheins Klasse C. Der Rat einigte sich auf die Formulierung, dass zum Erwerb ein Betrag von 1000 Euro und nach fünf Jahren ein weiterer Zuschuss von 500 Euro gewährt wird. Beantragt wurde eine zusätzliche Sirene für das Baugebiet Am Graben, die bei zwei Gegenstimmen genehmigt wurde. Das Ratsgremium bestätigte die Wiederwahl von Kommandant Rainer Bock und seines Stellvertreters Bernd Hörner bei der Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins Kleinlangheim/Haidt/Stephansberg. Bekannt gegeben wurde, dass die Wahl des (der) Vereinsvorsitzenden am 21. Mai stattfindet, nachdem sich bei der JHV kein Kandidat fand.

Dem Antrag der Dorfjugend zum Aufstellen des Maibaums am 30. April wurde statt gegeben "und wir sind froh, dass die das machen", sagte die Bürgermeisterin dazu. Sie gab bekannt, dass es zur Förderung des Glasfaseranschlusses und des WLAN der Schule einen Zuschuss von 50.000 Euro gab.

Keine Gegenstimme gab es zum Antrag auf Grundstücksteilung der Flurnummer 488 in der Tulpenstraße. Zur Situation der Flüchtlinge aus der Ukraine teilte die Bürgermeisterin mit, dass sieben Frauen und acht Kinder in drei Häusern untergebracht sind. Um sie kümmert sich der Arbeitskreis Asyl unter der Stabführung von Monika Conrad, Spenden werden erbeten. Im Neubaugebiet Am Graben begann die Vermessung, nach der die Bauplätze verkauft werden können.