Jeweils 3500 Euro spendete der Rotary-Club Kitzingen nun an die Siedlingsgrundschule und St. Hedwig-Schule.
„Wir sind sehr dankbar, dass uns die Rotarier jetzt schon mehrere Jahre unterstützen.“ Dies sagte Klaus Aschrich, Rektor der St. Hedwig-Grundschule, bei einer Scheckübergabe des Rotary-Clubs. „Dieses Geld ist gut angelegt und hilft, sich gezielt benachteiligten Kindern mit Förderbedarf widmen zu können“, fügte Andrea Schmidt, Vorsitzende des Fördervereins der Siedlungs-Grundschule, hinzu. Beide Schulen bedachte der Rotary-Club Kitzingen mit seinem Präsidenten Ralf Meier mit Spenden von jeweils 3500 Euro.
Erlös aus der Soiree
Der Kitzinger Rotary-Club, der im September sein 50-jähriges Jubiläum feiern kann, hat seit drei Jahren seinen Schwerpunkt auf die Hilfe zur Integration von Kindern mit Migrationshintergrund und ohne Deutschkenntnisse in den Kitzinger Grundschulen gelegt. „Wir unterstütze gerne die Arbeit an den Schulen in den so genannten Übergangsklassen“, versichert Ralf Meier.
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Es ist der Erlös aus der jährlichen Soiree in der Alten Synagoge – die letzte unter dem damaligen Präsidenten Philip Aczel hatte 7000 Euro erbracht – die die Rotarier durch ihren Fördervereins-Schatzmeister Georg Lilly jetzt an die Schulen überwiesen.
An die Siedlungsschule kommen immer wieder „Deutschfrischlinge“, wie die Fördervereinsvorsitzende Andrea Schmidt sagt. Deswegen kommen an der Schule pädagogische Zusatzkräfte zum Einsatz, die sich intensiv mit den Kindern beschäftigen. Sie helfen ihnen beim Deutschlernen, aber auch bei sozial-emotionalem Förderbedarf, wie Rektorin Heike Schneller-Schneider sagte. Die Rotary-Gelder ermöglichen noch den Einsatz von Fachkräften der Stiftung „Erziehung – Bildung – Wissenschaft und Kultur“, um Kinder mit Migrationshintergrund oder Flüchtlingen das Schwimmen beizubringen. Die Schulleiterin sieht das Schwimmen als wichtigen und lebensbedeutsamen Teil des Sportunterrichts an: „Hier können wir den Kindern eine oft lebenswichtige Fertigkeit und Alltagskompetenz mitgeben.“
Die St. Hedwig-Schule hat zusätzliches Personal angestellt und eine Frau, die iranisch und afghanisch spricht, unterstützt die Sprachanfänger beim Deutschlernen in Zusatzstunden. Die St. Hedwig-Fördervereinsvorsitzende Astrid Glos und Schulleiter Klaus Aschrich machten deutlich, dass das geförderte Heranführen an die deutsche Sprache nur durch solche Spenden möglich seien.
Die Verantwortlichen der Siedlungs-Grundschule sind den Rotariern auch dafür dankbar, dass sie mit Spenden das Projekt „Gewaltfreie Kommunikation“ ermöglichten. Daneben kann die Schule auch auf die Unterstützung von „Inner wheel“, der Vereinigung von Rotarier-Frauen, bauen. Die unbürokratische Hilfe von „Inner wheel“ hilft Kindern aus finanziell schwächeren Familien, wenn Schulmaterial oder neue Turnschuhe fehlen, oder finanzieren auch schon mal einen Theaterbesuch.