20 Familien mit ihren Neugeborenen waren beim Willkommens-Kaffee in Wiesentheit. Ein starker Start für den Familienstützpunkt. Der lockt mit vielen Angeboten.
Die Starthilfe für den Familienstützpunkt Wiesentheid war offensichtlich ein „ganz, ganz großer Erfolg“. Katharina Rüttiger (32), die das Hilfsangebot leitet, ist immer noch begeistert. Zum Willkommmens-Kaffee mit Bürgermeister Werner Knaier Anfang Dezember seien 20 Familien mit ihren Neugeborenen gekommen, erzählt die Sozialpädagogin.
Der „Impuls“, der mehr als die Hälfte der frischgebackenen Eltern von 2016 (37) erreichte, soll ein Anfang sein. Bei den „Pampersgesprächen“ sei vieles für die künftige Arbeit des Stützpunkts angestoßen worden, sagt Rüttiger. Bei dem Familientreffen sei es einerseits darum gegangen, den frischgebackenen Eltern ein „gutes Bauchgefühl“ zu geben, aber ihnen auch bei offenen Fragen Ansprechpartner zu nennen.
Was die 32-Jährige ganz deutlich macht: Der Familienstützpunkt mit ihr als Leitung – Anlaufstelle ist das Wiesentheider Rathaus – biete zwar auch Vieles an direkter Beratung, sei aber in erster Linie eine Art Lotse im oft unüberschaubaren Netz der Familienhilfen. „Was gibt es noch?“, Antworten auf diese Frage zu geben, sei eine ihrer Aufgaben.
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Sie wolle Eltern mit den Beratungsstellen vernetzen, die geeignete Angebote haben: beispielsweise mit dem Kitzinger Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, wo es unter anderem Veranstaltungen zu Fragen der Ernährung und gesunden Bewegung für die ganz Kleinen gibt. Solche Angebote, dies habe schon der Willkommenstreff gezeigt, stoßen bei Eltern auf viel Interesse. Gravierende Probleme von Familien seien bei ihr aber bisher nicht aufgetaucht.
Eine Chance für ein lockeres Kennenlernen des Familienstützpunkts bietet sich jeden Donnerstag. Da gibt's den Eltern-Kind-Treff im Veranstaltungsraum der Musikschule, die direkt am Rathaus angebaut ist. Hier können sich die Teilnehmer austauschen, „Pampersgespräche“ führen, während ihre Kinder spielen.
Katharina Rüttiger wird dabei vorher pädagogische Anregungen geben, während des Treffs für Gespräche offen sein und als Knotenpunkt für Informationen wirken. Der Vormittag soll auch immer mit irgendwelchen Zusatzangeboten verbunden sein, beispielsweise Vorträge oder kreative Aktionen.
Extras des Familienstützpunktes sind diverse Veranstaltungen. Zuletzt war das ein Kreativ-Vormittag für Groß und Klein, bei dem in der Musikschule bei Tee und Plätzchen eine weihnachtliche Fensterdeko gebastelt wurde. Weitere Angebote wie Erste-Hilfe am Kind oder die homöopathische Hausapotheke – gedacht fürs kranke Kind – sollen folgen, wie die Sozialpädagogin betont.