Marshall Heights trifft Bauruine Marktcafé

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Marshall Heights, Weihnachtsmarkt, Bahnlärm, Marktcafé, ein Zwist um mögliche Schwarzbauten am Eselsberg und, und, und – bunt und mit 16 Tagesordnungspunkten äußerst umfangreich ist die Tagesordnung für den Kitzinger Stadtrat am Donnerstagabend (14. November, 18 Uhr). Schwerpunkt dürfte die einstige US-Wohnsiedlung Marshall Heights sein, deren Zukunft drei Mal zur Debatte steht.

Marshall Heights, Weihnachtsmarkt, Bahnlärm, Marktcafé, ein Zwist um mögliche Schwarzbauten am Eselsberg und, und, und – bunt und mit 16 Tagesordnungspunkten äußerst umfangreich ist die Tagesordnung für den Kitzinger Stadtrat am Donnerstagabend (14. November, 18 Uhr). Schwerpunkt dürfte die einstige US-Wohnsiedlung Marshall Heights sein, deren Zukunft drei Mal zur Debatte steht.

Verschiedene Konzepte

Bei der Behandlung der 32 Hektar greifen die Dinge ineinander. Erst geht es um den Antrag der KIK-Fraktion an die Stadt, ein Konzept zum Kauf einer Teilfläche vorzulegen. Wenig später gibt's ein Konzept, in dem die Fraktionen von CSU, SPD, UsW und ÖDP das Gelände grob überplanen – mit einem kleinen Wohngebiet, einem größeren Bereich für „nichtstörendes Gewerbe“, einem großen Naturbereich und einem kleinen Areal um die ehemalige Schule, das die Stadt kaufen könnte.

Krönender Abschluss ist das Wohnraumkonzept 2030. Das soll in der Sitzung an ein Büro vergeben werden und – nach seiner Fertigstellung – unter anderem Aussagen dazu möglich machen, wie viele Wohnungen in Marshall Heights erhalten werden sollen. Bis das Konzept vorliegt, könnte das Gelände allerdings schon verkauft sein. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) will in Kürze das öffentliche Bieterverfahren angehen.

Ein Uralt-Thema ist das Marktcafé. Weil sich hier seit langem nichts mehr getan hat, beantragte die KIK-Fraktion den Abriss der beiden Nebengebäude der Bauruine. Bis sich ein Privatinvestor finde, könne hier eine Grünanlage die Umgebung etwas freundlicher gestalten, so die KIK.

Ungenehmigte Bauten

Ein heißes Thema ist und war ein Streit um drei angebliche Schwarzbauten am Eselsberg, die zu Krach im Stadtrat und einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen OB Siegfried Müller führten. Die ungenehmigten Bauten dürften erneut für Streit im Gremium sorgen. Schließlich steht wieder eine Änderung des Bebauungsplans (UsW) zur Debatte, die die Bauten legalisieren würde. Dagegen stemmen sich CSU und ÖDP, die auf einen Ratsbeschluss vom November 2011 pochen, der eine Beseitigungsanordnung zum Inhalt hat.

Die weiteren Themen im Kitzinger Stadtrat:

• Informationen zum Weihnachtsmarkt 2014.

• Sportlerehrung 2013.

• Antrag der ÖDP, nur noch Firmen für die Stadt tätig werden zu lassen, die nach Tarif bezahlen.

• Schaffung von zehn Krippenplätzen für den Sickershäuser Kindergarten.

• Lärmaktionsplan zur Kitzinger Bahnstrecke.

• Entente Florale: Teilnahme der Stadt am europäischen Wettbewerb.

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