Marshall Heights: Teil zwei am Start

2 Min
Der einstige Verbrauchermarkt der US-Army (im Hintergrund) soll zusammen mit der Nummer 19 – in der einstigen Schule residiert Marshall Heigths-Entwickler Georg Wittmann mit seinem Büro ...
Harald Meyer
Das Gebäude 350 der ehemaligen Elementary School in der Kitzinger Wohnsiedlung Marshall Heights könnte als Übergangslösung für Kindergarten- und Kinderkrippenplätze genutzt werden.
Fotos: Harald Meyer

75 Prozent des ersten Abschnitts der Ex-US-Siedlung Marshall Heights sind laut Investor Wittmann vermarktet. Teil zwei könnte mit einem Nahversorger punkten.

Nachdem die 103 Texashäuser weg sind und Investor Georg Wittmann auch fünf Blocks auf Sanierungs-Kurs gebracht hat, soll der zweite von sieben Entwicklungsabschnitten in Marshall Heights auf den Weg gebracht werden: Der Stadtrat diskutiert am Donnerstag (23. Februar, 17.30 Uhr) über einen eher kleineren Teil der einstigen US-Wohnsiedlung. Dabei geht es um vier Gebäude, darunter die ehemalige Schule und den einstigen Verbrauchermarkt der Amerikaner.

Wohnen, Büros, Markt

Wer die Zufahrt über die Gabelsberger Straße nimmt, stößt gleich zu Beginn links auf die Gebäude des neuen Abschnitts: vom einstigen Kindergarten über die Schule, wo Wittmann sein Marshall Heights-Büro hat, bis zum früheren US-Markt. Wohnen und Büros könnten laut Wittmann die leer stehenden Räume der alten Schule und der zwei angeschlossenen Gebäude im Hang beleben.

1#googleAds#100x100

Etwas schwieriger dürfte die Nachnutzung des Verbrauchermarkts sein. Wittmann stellt sich hier eine Nahversorgung für Kitzingens neuesten Stadtteil vor. Von den Verkaufsflächen her – rund 1000 Quadratmeter – könnte sich ein Interessent finden. Der würde aber möglicherweise etwas mehr Parkraum rund um das Gebäude erwarten.

Zufahrt über die B8

Dass der zweite Entwicklungsabschnitt für das insgesamt 32 Hektar große Gelände möglich ist, verdankt Wittmann der raschen Vermarktung des ersten Teils. 75 Prozent der Wohneinheiten seien an den Käufer gebracht, so wird der Immobilienmakler zitiert. Und weil dadurch und durch die geplante Ausweitung der Nutzungsbereiche mit mehr Verkehr zu rechnen ist, soll eine zusätzliche Erschließung kommen – über die derzeit noch gesperrte Zufahrt an der B 8 hinter McDonalds.

Kindergarten in Containern?

Um eine Erschließung geht es auch bei der angestrebten Übergangslösung für Kindertagesplätze in Marshall Heights. Benötigt werden bis zu 50 Betreuungsplätze. Zwei Lösungen stehen zur Debatte: Einmal könnten die Kinder auf dem Freigelände des Kindergartens der ehemaligen US-Wohnsiedlung in Containern untergebracht werden. Variante zwei kommt von Wittmann, der den Bau 350 der einstigen US-Elementary-School anbietet. Der könne fast aus dem Stand für bis zu fünf Gruppen genutzt werden.

Die weiteren Themen:

• Die Kanalgebühren sollen erhöht werden – für den Zeitraum ab 1. April diesen Jahres bis Ende März 2021. Bei Schmutzwasser wären dann 2.19 Euro pro Kubikmeter (bisher: 2,05 Euro) fällig, beim Niederschlagswasser 0,31 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche (bisher: 0,24 Euro).

• Der Hartplatz im Sportzentrum Sickergrund könnte schon im Sommer zum Kunstrasenplatz umgebaut werden. Nötig dazu wäre ein Grundsatzbeschluss des Stadtrats. Das Bauamt rechnet mit Kosten von rund 630 000 Euro.

• Weil die Obdachlosenfürsorge in der jüngeren Vergangenheit zu Diskussionen in und außerhalb des Stadtrats führte, soll das Thema vertieft werden. Informationen dazu soll Willi Kronberger von der Koordinationsstelle Wohnungslosenhilfe Nordbayern liefern.

• Wie viel Geld steckt die Stadt in die Finanzierung der Sozialstationen? Bislang lag der Zuschuss für Einrichtungen von Caritas und Diakonie bei einem Euro pro Einwohner, den sich die Träger teilten. Da sich nun auch das BRK um eine Förderung bewirbt, soll die Unterstützung angepasst werden. Die könnte bei zwei Euro liegen, so der Beschlussvorschlag.