Ein Besuch auf dem Bauernhof und eine interaktive Ausstellung machen das Thema Landwirtschaft zum Erlebnis.
Informativ und interaktiv ist sie, so steht es im Konzept. Man könnte auch sagen: Klein, aber fein. Die Schüler der 3b haben aus der Ausstellung, die in der letzten Woche vor den großen Ferien in der Sulzfelder Schule Station gemacht hat, viel über die Landwirtschaft gelernt. Und sie hatten viel Spaß dabei.
Wie heißt der Nachwuchs des Wildschweines? Was kann man alles aus Schafswolle machen? Wie sehen die Innereien der Kuh aus? Wie viele Menschen ernährt ein Landwirt? Warum legt ein Huhn braune Eier und ein anderes weiße? Wer all das wissen will, kann die Schüler der Klasse 3b in Sulzfeld fragen – sie kennen sich bestens aus.
Im Zuge des Lernprogramms „Erlebnis Bauernhof“ war Annette Seizer mit ihrer Klasse vor einiger Zeit auf dem Hof von Landwirt Ernst Drobek in Willanzheim zu Gast. Allerhand über Kühe haben sie dabei gelernt, und auch über Getreide. Die Ausstellung, die das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schulen zur Verfügung stellt, hat das Thema jetzt abgerundet.
Sechs Stationen sind im kleinen Raum in der Schule aufgebaut. Jonathan und Fritz stehen vor der Station Schwein. Dort gibt es nicht nur viele Informationen in Wort und Bild über die Aufzucht und das Leben der Schweine. Auch dass von ihnen die Gelatine kommt, die in vielen Gummibärchen zu finden ist, haben die Kinder gelernt. Und wie die Tiere überhaupt heißen. Was ist ein Ferkel und was ein Frischling? Und wie heißen die Muttertiere? In Nullkommanichts haben die beiden Jungs die Kärtchen mit den Namen richtig zugeordnet.
Gleich nebenan stehen Elina und Annika vor einer hölzernen Kuh. Mit Magneten können sie die Innereien an die richtige Stelle platzieren und verraten gleich mit, was aus Kuhmilch so alles gemacht wird. An dieser Station können die Schüler erkunden, was es bedeutet, wenn eine Kuh „trocken steht“, und warum Milch überhaupt weiß ist.
Mit Farbe kennen sich auch Fabio und Samuel aus; sie erklären die Station „Huhn“. Denn ob ein Huhn weiße oder braune Eier legt, liegt keinesfalls an der Farbe seiner Federn oder am Futter. „Das liegt an der Ohrscheibe“, weiß Fabio jetzt, und erklärt auch gleich, was das ist: ein kleiner Fleck an der Seite des Kopfes. Nach 21 Tagen schlüpft ein Huhn und das Schlüpfen ist ganz schön anstrengend, das kann einen ganzen Tag lang dauern. Samuel zeigt derweil, woran man ein im Handel gekauftes Ei erkennt: Es hat einen Stempel. „Da steht die Herkunft drauf.“
Ein Landwirt bewirtschaftet aber auch Felder, und dazu braucht er Maschinen. Den Mähdrescher haben Melinda und Moa natürlich schon gekannt, aber einige andere Maschinen haben sie erst durch die Ausstellung kennen gelernt.