Grünzeug ist in diesem Jahr eines der beherrschenden Themen in der Stadt. Kitzingen ist noch bunter und grüner als sonst. Die Stadtgärtner haben sich ins Zeug gelegt. Die Stadt blüht wie zu Zeiten der Kleinen Gartenschau vor zwei Jahren.

Ein Grund ist ein Wettbewerb. Entente florale heißt der , läuft erst bundes- und dann europaweit und da ist Kitzingen einer der Bewerber um die grünste Stadt im Land. Die Bewertungskommission war schon da. Am 27. August wird im ZDF-Fernsehgarten die Ernte eingefahren. Wie sie ausfällt, muss sich zeigen. Bisher jedenfalls hält die Jury dicht, selbst Hofrat Walter Vierrether und ein Bocksbeutel haben nichts erreicht.

Aber keine Panik, bis Ende August brauchen die Kitzinger gar nicht auf die Ernte zu warten. Das liegt an einer genialen Idee, die sich essbare Beete nennt. Am Falterturm, im Rosengarten und in der Siedlung haben die Stadtgärtner die angelegt und inzwischen sind die reif zur Ernte. Die Erdbeeren sind wie der Kopfsalat schon fast über der Zeit. Aber die Tomaten stehen gut im Saft und könnten gepflückt werden. Am Beet an der Falterturmkreuzung geschieht das eher nicht. Auch verständlich, weil da die Autos doch ein bisschen arg nah dran vorbeirollen und ihre Abgase hinterlassen.

Es bleiben aber der Rosengarten und die Siedlung, wo die Ernte längst freigegeben ist. Wer nicht selbst ernten will, hat dennoch beste Aussichten auf anständiges Grünzeug.

Am Sonntag steigt in Etwashausen das Gärtnerfest am Feld gleich neben der Salatblume. An dem Tag wird vor allem Salat geplündert. Wer es nicht ganz so grün will, braucht sich allerdings keine Sorgen zu machen. Die Jungs von der Ebshäuser Burschenschaft und der Männerfront wissen durchaus, womit man überlebt. Sie werden dafür sorgen, dass es neben den Früchtchen auch was Gscheits gibt.