Die Freie Christengemeinde Kitzingen organisiert einen „Abend für die Ehe“ – mit gutem Essen bei Kerzenschein, Tanz und Liebes-Impulsen.
Hat Alfred Hitchcock das nicht schön gesagt: „Richtig verheiratet ist der Mann erst dann, wenn er jedes Wort versteht, das seine Frau nicht gesagt hat.“ Die Frage ist: Wie viele Menschen sind dann überhaupt „richtig verheiratet“? Damit Abnutzungserscheinungen das Leben als Paar nicht blass und fad werden lassen, ehe die Ehe überhaupt „richtig“ funktioniert hat, lädt die Freie Christengemeinde Kitzingen (FCG) zu einem ganz besonderen „Abend für die Ehe“ ein – mit Candlelight-Dinner und Liebes-Impulsen von Pastor Johannes Geßner.
Frage: Warum veranstaltet die Freie Christengemeinde einen Romantik-Abend für Ehepaare? Wer hatte die Idee?
JOHANNES GEßNER: Die Idee des Abends kam von meiner Frau Karola und mir. Wir haben uns gedacht, einfach mal einen Abend für Ehepaare zu gestalten. Eine Ehe braucht immer wieder Investition in Zweisamkeit, von alleine geht das oft nicht. An diesem Abend stellen wir ganz bewusst die Wichtigkeit von Beziehung in den Mittelpunkt – und wie wichtig es ist, in diese zu investieren.
Investieren – das klingt gar nicht romantisch...
Geßner: Wir vergleichen Ehe oft mit einem Bankkonto. Ich kann nicht nur abheben, sonst ist da irgendeinmal ein dickes Minus. Aber wenn ich Gelegenheiten wie einen „Abend für die Ehe“ nutze, kann ich auch wieder etwas einzahlen und die Beziehung wird gestärkt.
Was kommt auf die Teilnehmer zu?
Geßner: Zur Begrüßung gibt es einen Sektempfang, dann ein Drei-Gänge-Menü bei Kerzenschein, jeweils serviert an Zweiertischen. In einem Vortrag gehe ich auf das Thema des Abends ein: „Ach, muss Liebe schön sein“. An jedem Tisch liegen Fragekärtchen zu diesem Thema aus, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Nach dem Essen gibt es Kaffee, später am Abend Tanz und gemütliches Beisammensein.
Worauf werden Sie in Ihrem Impuls-Vortrag eingehen?
Geßner: Ich werde die Aussage „Ach, muss Liebe schön sein“ beleuchten. Wir haben alle unterschiedliche Liebessprachen. Kennen wir die Liebessprache unseres Partners, dann fällt es uns leichter, dieses Bedürfnis zu stillen.
Können Sie ein Beispiel für unterschiedliche Liebessprachen nennen?
Geßner: Eine Sprache der Liebe ist Lob und Anerkennung, eine andere ist Zeit für Zweisamkeit, Geschenke, die von Herzen kommen, Hilfsbereitschaft, Zärtlichkeit...
Liebe soll ja durch den Magen gehen. Wer kocht das Essen? Und was gibt es?
Geßner: Das Essen wird von engagierten Frauen aus der Gemeinde zubereitet und die Ehepartner werden von unseren jungen Leuten aus der Gemeinde am Tisch bedient. Was es gibt – das bleibt noch ein Geheimnis.