Zum Artikel "Stadtrat ebnet Weg für Einkaufszentrum" vom 24. Oktober erreichte die Redaktion folgende Leserzuschrift:

Im Stadtgebiet Kitzingen sind für den Lebensmittelbereich  bereits zwölf Großmärkte bzw. Discounter vorhanden, dazu noch zwei  Drogeriemärkte. Setzt man deren Angebotsvolumen zu den circa 21 000 Kitzinger Einwohnern ins Verhältnis, so kommt man zu dem Schluss, dass die Einkaufsnachfrage der Bevölkerung durch die vielen Märkte schon längst abgedeckt ist.

Das Manko besteht darin, dass in der Innenstadt, in Etwashausen und auch im östlichen Bereich der Siedlung keine Geschäfte mehr vorhanden sind, die die Nahversorgung der dortigen Bewohner durch kurze Besuchswege ermöglichen könnten. Die meisten Großmärkte sind in den Randbezirken Kitzingens angesiedelt, sodass die Einkäufe mit Hilfe von Autos erledigt werden müssen. So sind sehr oft ältere Mitbürger und Frauen mit kleinen Kindern , die keine eigenen Fahrgelegenheiten besitzen, auf Fahr-Hilfen angewiesen.

Sollte Herr Rosentritt sein Bauvorhaben im Bahnhofsgelände von Etwashausen verwirklichen können, würden nur wenige Einwohner Etwashausens Einkaufsvorteile bekommen. Der Autoverkehr würde sich nur von anderen Märkten wegverlagern und die Umweltbelastungen würden sich nicht verringern. Zu bedenken ist auch der Flächenverbrauch, der für für die Errichtung der Gebäude und Parkplätze nötig würde.

Wir sollten uns bemühen, mit den wenigen, noch verfügbaren Bodenflächen verantwortungsvoll umzugehen und sie nicht Investoren zur Gewinnmaximierung überlassen. So ist der Vorschlag der Grünenfraktion zu begrüßen, das freigewordene Bahnhofsarreal teilweise für die Errichtung von Familienhäusern und Gestaltung einer Freizeit- oder Erholungsanlage zu verwenden.

Friedrich Grießmeier
97318 Kitzingen