Auf dem Neuen Friedhof in Kitzingen sind einige neue Urnenfelder entstanden. Der Anteil der Urnenbeisetzungen liege im Vergleich zu Erdbestattungen bei circa 80 Prozent.
Wie die Stadt Kitzingen berichtet, hatten Andreas Barber und die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei in den letzten Tagen alle Hände voll zu tun. Wo vor kurzem noch 32 Erdgräber waren, stehen jetzt 72 Urnenfelder bereit. Mit Bagger, Schaufel und Schubkarren hatten sich die Mitarbeiter an die Arbeit gemacht.
„Die Nachfrage nach pflegeleichten Bestattungsformen wird immer größer“, sagt Barber, der den Neuen Friedhof in- und auswendig kenne. Seit 2001 sei er Teil des vierköpfigen Friedhofpersonalteams.
Um die Nachfrage aus der Bevölkerung zu befriedigen, habe die Stadt Kitzingen beschlossen, den seit 2018 bestehenden Stelengarten um weitere 72 Urnengräber zu erweitern, die mit Kies aus dem Main befüllt werden. Dort können die Urnen mit der Asche der Verstorbenen eingegraben werden. Eine kleine Muschelkalkplatte auf der Oberfläche weise auf die Daten der Verstorbenen hin.
Rund zwei Wochen hätten die Arbeiter bei nasskaltem Wetter gebraucht, um die alten Waschbetonplatten zu entfernen und den Bereich im Neuen Friedhof neu und ansprechend zu gestalten. „Zwei der insgesamt 72 neuen Urnenfelder wurden bereits belegt“, informiert der Leiter des Standesamtes, Uwe Plomitzer. Er rechne damit, dass die Nachfrage nach Urnenfeldern weiter anhält. Der Anteil der Urnenbeisetzungen im Vergleich zu Erdbestattungen liege in Kitzingen derzeit bei circa 80 Prozent.