In Kitzingen war eine Delegation aus Trebnitz, der polnischen Partnerstadt Kitzingens, zu Besuch.
Nach vier Tagen fällt das Fazit leicht: Die Freundschaft zwischen dem polnischen Trebnitz und dem fränkischen Kitzingen lebt. Wie die Stadt Kitzingen berichtet, ist mit Claus Lux der Initiator und langjährige Motor endgültig und mit „Standing Ovations“ verabschiedet worden.
2009 ist die Städtepartnerschaft zwischen Kitzingen und Trebnitz gegründet worden. Als damaliger Stadtrat hatte sich Claus Lux von Anfang an als „Kümmerer“ angeboten. Seither ist er zum „Gesicht dieser Partnerschaft“ geworden, wie OB Stefan Güntner beim Festabend in der Alten Synagoge meinte. Claus Lux habe die partnerschaftlichen Beziehungen vorangetrieben – und schlussendlich auch eine persönliche Versöhnung mit seiner alten Heimat Schlesien erlangt. Für sein „selbstloses und vorbildliches Wirken für ein partnerschaftliches Europa“ erhielt Claus Lux eine Dankesurkunde der Stadt. Alt-OB Bernd Moser würdigte dessen „unendlich engagiertes Wirken.“ Mit Viola Baumgartner-Sauer habe er eine würdige und ebenso engagierte Nachfolgerin gefunden.
Vom 2. bis 6. Juni waren rund 50 Bürgerinnen und Bürger aus Trebnitz zu Gast in Kitzingen. Sie besuchten das Stadtfest, unternahmen einen Ausflug nach Rothenburg, wanderten auf der Traumrunde von Sulzfeld nach Kitzingen und untermauerten in vielen Gesprächen und Begegnungen die gewachsene Freundschaft. Bürgermeisterin Krystyna Haładaj sprach von offenen Herzen, die letztendlich die Grundlage für ein friedvolles Miteinander seien. Die Freundschaft und die Versöhnung seien das Ziel der Städtepartnerschaft, erinnerte sie. Ein Ziel, das immer wieder aufs Neue erreicht werden müsse. „In diesen vier Tagen hier in Kitzingen haben wir die Freundschaft wieder gefühlt“, dankte Haladaj und sprach eine Einladung an die Kitzinger Freunde für einen Besuch in Trebnitz im Jahr 2024 aus.
Dass diese Einladung mit Freuden angenommen wird, beteuerte OB Stefan Güntner. „Am liebsten kommen wir wieder mit jungen Menschen“, betonte er. „Sie sind die Keimzelle unserer Freundschaft.“ Im letzten Jahr war eine Jugendfußballmannschaft von Bayern Kitzingen in Polen, dieses Jahr waren junge Handballer zu Gast in Franken und hatten unter anderem ein Freundschaftsspiel gegen eine Mannschaft der TG Kitzingen ausgetragen. Eventuell wird sich OB Stefan Güntner mit seiner Familie schon etwas früher auf den Weg nach Polen machen und den Jahreswechsel in Trebnitz feiern. „Der Silvesterlauf ist für mich als Sportler natürlich reizvoll“, meinte er. Den Festabend in der Alten Synagoge hatten Andreas Zack und Burkard Lutz musikalisch untermalt.