Der Kiesabbau in der Nordheimer Au beschäftigt inzwischen den Umweltausschuss des Bayerischen Landtags. Das Gremium hat am Donnerstag eine Petition der Bürgerinitiative behandelt, die sich gegen eine Ausweitung des Kiesabbaus wendet.

BI sieht Riesen-Fortschritt

Nach einer Anhörung der Argumente der BI hat der erste Berichterstatter im Ausschuss, Florian von Brunn (SPD), angeregt, einen Termin vor Ort wahrzunehmen, um sich genauer zu informieren. BI-Sprecher Björn Schotta wertet dies als „sehr positiv“. Es sei schon ein „Riesen-Fortschritt“, dass sich der Umweltausschuss des Landtags überhaupt vor Ort begebe. Der Initiative sei daran gelegen zu zeigen, wie wertvoll die fragliche Fläche für die Natur sei.

Ausbaupläne contra Naturschutz

MdL Otto Hünnerkopf (CSU) aus dem Landkreis Kitzingen, der als zweiter Berichterstatter im Ausschuss sitzt, sagte auf Nachfrage der Redaktion, dass die BI unter anderem den Schutz von Vogelarten, Eidechsen und Amphibien gegen eine Ausweitung des Kiesabbaus ins Feld geführt habe. Die Firma Lenz-Ziegler-Reifenscheid (LZR) will am Rande Nordheims auf neun Hektar Sand und Kies gewinnen.

Ausschuss setzt auf Ortstermin

Allerdings stellte Hünnerkopf auch klar, dass die Untere und die Obere Naturschutzbehörde der Ansicht seien, dass die Schutzräume für die Natur durch entsprechende Maßnahmen kompensiert werden könnten. In dem Ortstermin will der Ausschuss das Für und Wider ausführlich beraten.