Wieder einmal Thema im Mainstockheimer Gemeinderat: Die Gebühren für den Wohnmobilstellplatz. Acht Euro pauschal, also inklusive Wasser, Abwasser und Strom kostet dort am Main die Nacht. Zu wenig befand die SPD-Fraktion im Rat und beantragte eine Erhöhung auf neun Euro. Gleich auf zehn Euro wollte CSU-Mann Günter Voit die Kosten anheben, "damit nicht in zwei Jahren wieder diskutiert wird". Sein Vorstoß scheiterte am Donnerstagabend mit 5:6 Stimmen, die Mehrheit schloss sich dem SPD-Antrag an. Wie Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs berichtete, haben "die Nutzerzahlen im 1. Halbjahr 2020 die des Vorjahres um Längen geschlagen".

Die Protokolle aus den öffentlichen Ratssitzungen werden nicht im Internet veröffentlicht. Dies sei, so die Verwaltung zu einem SPD-Antrag aus der Juli-Sitzung, nur dann möglich, wenn alle personenbezogenen Daten aus der Niederschrift entfernt würden. Ein hoher Aufwand, so Fuchs, die Verwaltung habe besseres zu tun. Auch wenn das Thema nicht auf der Tagesordnung stand, keine Dringlichkeit vorlag und zwei Räte fehlten, gab es dennoch eine Abstimmung und eine Ablehnung des Antrags.

Erleichterung im Rat: Es braucht keinen Aktivkohlefilter 

Erleichterung bei Bürgermeister und Räten: Die geplante Anlage zur Reduzierung des Sulfats im Wasser muss nun doch nicht um einen Aktivkohlefilter zur Entfernung von Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) erweitert werden. Das spart gut eine Viertel Million Euro. Damit haben das Bayerische Landesamt für Umwelt, die Regierung von Unterfranken und das Wasserwirtschaftsamt, so der Bürgermeister, recht schnell auf ein Schreiben der Gemeinde reagiert.

Die Hochwassersituation bei Starkregen im Bereich des Riedbachs war bereits in der Julisitzung Thema. Am Donnerstag machte Dieter Burlein auf Verbauungen und marode Brücken im Oberlauf des Baches aufmerksam, die bei stärkerem Regen abgeschwemmt werden und so für Wasserstau sorgen könnten. Hier sollte die Gemeinde tätig werden. Noch in der 34. Kalenderwoche werde es, so Fuchs, ein Gespräch mit dem Wasserwirtschaftsamt zum Zustand des Riedbachs geben. Nicht gegen alle Naturereignisse könne Vorsorge getroffen werden, sagte der Bürgermeister.

Nur wenige Haushalte bekommen das Mitteilungsblatt

Nur rund 150 von den etwa 800 Haushalten in Mainstockheim erhielten das kostenpflichtige Mitteilungsblatt der Gemeinde, so Thomas Popp. Hier müsse eine andere Lösung gefunden werden, um Informationen besser an die Bürger zu bringen. Auf seinen Antrag hin wird sich der Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen mit dem Thema befassen.