Auch in Abtswind wird derzeit fleißig gebaut. In der Sitzung des Gemeinderates bewilligte das Gremium einen Plan im derzeitigen Baugebiet Röthlein II. Auf den im Süden, in Richtung Friedrichsberg, gelegenen Flächen hat die Gemeinde erst vor gut drei Jahren 25 Bauplätze ausgewiesen. Mittlerweile sind 20 Plätze verkauft, für die restlichen fünf hat Bürgermeister Jürgen Schulz verbindliche Reservierungen vorliegen.

Dass der Baugrund so schnell weg geht, hätte er nicht gedacht. „Wir wollten erst die Hälfte der Fläche erschließen. Dann dachten wir, wenn die Baufirmen schon mal da sind, machen wir auch den Rest“, schildert er.

Künftig will die Gemeinde aber umdenken und nicht sofort das nächste Baugebiet ausweisen. Bürgermeister Schulz berichtete in der Ratssitzung von einem Vortrag, den der Zusammenschluss der Dorfschätze-Gemeinden kürzlich anbot. Darin wurde das Projekt „Innen vor außen“ aus der Region Haßberge-Hofheim vorgestellt. Dort wurde auf das Ausweisen von Bauland verzichtet, um die Innenentwicklung der Orte voran zu treiben. Ähnliches schwebt auch den Abtswindern vor. „Wir haben derzeit im Ort 17 Bauplätze, auf die die Gemeinde keinen Zugriff hat. Da wollen wir ansetzen“, sagte Schulz.

Einem weiteren Plan stimmte der Gemeinderat gerne zu. Ein altes, denkmalgeschütztes Haus im Ortskern, direkt neben der Kirche, will Herbert Schwanfelder sanieren. Später möchte er im hinteren Teil des Gebäudes Ferienwohnungen einbauen. Das 1910 aufgestockte Haus gehört zur Kirchenburg und steht auf einem alten Keller. „Wir sind froh, wenn so ein Gebäude im Altort wieder hergerichtet wird“, meinte der Bürgermeister.

In der Sitzung wurde die Jugendförderung für die Vereine der Gemeinde für das Jahr 2021 beschlossen. 5000 Euro stellt der Markt Abtswind hierfür jährlich zur Verfügung. Die Nutznießer sind der TSV Abtswind (114 Kinder und Jugendliche/2581 Euro), die Evangelische Kirchengemeinde (40/1724 Euro); Wasserwacht (6/389 Euro) und die Jugendfeuerwehr (3/323 Euro).