Im Alter von 94 Jahren starb Horst Kuball in Gnodstadt. Durch sein langjähriges Wirken im Dienste der Allgemeinheit erhielt er die Bürgermedaille der Stadt Marktbreit in Silber verliehen. Neben vielen Ehrenurkunden und Ehrenabzeichen bekam er auch 1989 das Ehrenabzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt.

Geboren wurde er am 21. November 1926 in Hinterpommern. Nach einer kaufmännischen Ausbildung wurde er zum Kriegsdienst einberufen und landete kurz darauf in amerikanischer Gefangenschaft, aus der er ein Jahr später in Ochsenfurt entlassen wurde. Als landwirtschaftlicher Arbeiter lebte er danach in Gnodstadt und Martinsheim.

Nach einigen Einsätzen als Bauarbeiter kam Horst Kuball erneut in die Landwirtschaft und lernte die 1930 geborene Frieda Gimperlein in Gnodstadt kennen. 1950 wurde geheiratet; sie bekamen zwei Kinder. Brauereifacharbeiter, Gemeindesekretär, Gemeindekassier und Standesbeamter waren weitere Stationen in Gnodstadt.

Mit dem Ruhestand übernahm Kuball das Archiv. In seiner Freizeit engagierte er sich teils in Führungspositionen bei der Feuerwehr, den Jagdgenossen, beim Sportverein, beim Männergesangverein, im Kindergarten und als Gründungsmitglied im Diakonieverein. Zudem verfasste er eine Ortschronik von Gnodstadt.

Die Stadt Marktbreit hob in ihrem Nachruf "das vielseitige Engagement zum Wohle der Bevölkerung" hervor. Die Beerdigung findet an diesem Donnerstag, 18. März, statt.