Mit den Hörblacher Baggerseen besitzt der Markt Schwarzach ein enormes Potenzial für den Ausbau des Tourismus - sagen Münchner Studenten.
Mit den Hörblacher Baggerseen besitzt der Markt Schwarzach ein enormes Potenzial für den Ausbau des Tourismus. Zu diesem Ergebnis kamen Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München. Am Freitag stellten die Studierenden im Tourismusmanagement die Ergebnisse ihrer Fallstudie vor. Der Gemeinderat hatte im vergangenen Jahr den Auftrag für die Erstellung eines Tourismuskonzepts erteilt.
Zehn Studentinnen und ein Student präsentierten mit Professor Peter Voigt die Resultate. Gerade 20 Schwarzacher, darunter zahlreiche Ratsmitglieder interessierten sich für die Möglichkeiten, Schwarzachs Zukunft in touristischer Hinsicht neu zu gestalten. „Die Resonanz ist schon sehr enttäuschend“, sagte Bürgermeister Volker Schmitt.
Kino auf dem See
Wer nicht gekommen war, versäumte einen mit vielen interessanten Tipps. In den vergangenen drei Monaten hatten die Studenten die Situation in den Schwarzacher Ortsteilen aufgenommen und daraus ihre Schlüsse gezogen. Vier Tage verbrachten sie in Franken, um Schwarzach persönlich zu erleben.
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Als Folgenutzung des größtes Hörblacher Baggersees ist ein Naherholungsgebiet angedacht. Hier sieht die Gruppe aus München das größte Entwicklungspotenzial. Ihre Ideen reichen von der Einrichtung einer Badeinfrastruktur mit Sandstrand, Wassersport, Minigolf, Verpflegung und sanitären Einrichtungen bis hin zur Event-Bühne. Open-Air-Kino auf dem See, Musikveranstaltungen und Sportfeste könnten dort stattfinden. Die Studenten schlugen vor, die Potenziale des Wohnmobiltourismus zu nutzen. Ein Stellplatz am Hörblacher Badesee sei mit der hervorragenden Anbindung ein „Muss“.
Veralteter Internetauftritt
Diverse Vorschläge unterbreiteten die Studenten zum spirituellen Tourismus in der Abtei Münsterschwarzach und für die Ausgestaltung des Kreisverkehrs am Knoten B22/Staatsstraße 2271. Kritisch beäugten sie den Auftritt der Gemeinde nach außen. Es fehle eine Einheitlichkeit, die Website sei veraltet und für Touristen nicht brauchbar. Das Werbematerial sei nicht ansprechend und ein Image fehle gänzlich.
Der Slogan „Schwarz . . .ach – da muss ich hin“ sei völlig ungeeignet, den Ort zu repräsentieren. Ein neues Logo für Schwarzach sollte die Slogan-Varianten „Natur, Genuss und Kultur“ beinhalten, so ein Vorschlag. Grundsätzlich sollte sich die Positionierung der Gemeinde auf die Abtei, den Badesee und den Radtourismus konzentrieren, so die Empfehlung.
Professor Voigt und seine Studenten überreichten Schmitt die 70-seitige Fallstudie als Grundlage für die künftige Ratsarbeit. Dem Konzept beigeheftet war eine Planungshilfe für Wohnmobilstellplätze des deutschen Tourismusverbands. „Zug um Zug werden wir die Ergebnisse der Fallstudie im Gemeinderat diskutieren und möglichst in die Tat umsetzen“, sagte Schmitt und dankte dem Team für die „wertvolle“ Arbeit.