Eine gute ärztliche Versorgung an der Mainschleife ist dem Volkacher Stadtrat ein wichtiges Anliegen. Aus diesem Grund hatte Bürgermeister Heiko Bäuerlein Dr. Georg Klose und Dr. Stephan Unkelbach vom Förderring Gesundheit Mainschleife in die jüngste Ratssitzung eingeladen.

Die beiden Ärzte informierten über den aktuellen Stand der Dinge. "Es herrscht in vielen Bereichen Personalmangel", betonte Unkelbach, denn die Gesundheitsversorgung an der Mainschleife sei vielfältig. Im Zentrum stehe die hausärztliche Versorgung. Auch die fachärztliche Betreuung, Physiotherapie, Apotheken, Krankenhaus, Rettungs- und Notarztdienst reihen sich in das gesamte Konzept mit ein. Im Blick müsse man zudem die Versorgung der Seniorenheime und die ambulante Seniorentages- und Krankenpflege haben, so Unkelbach.

Situation in den Hausarztpraxen ist angespannt

Die Situation in den Hausarztpraxen ist laut Klose angespannt. Von vier Kassensitzen in Volkach seien zwei Stellen nicht besetzt. Weitere Hausärzte in der Region gehen im laufenden Jahrzehnt in Rente. Gut sieht es noch in Sommerach und Prosselsheim/Eisenheim aus. Dort behandeln jeweils zwei Hausärzte ihre Patienten. Wegen des Allgemeinärztemangels streben Klose und Unkelbach eine langfristige Zusammenarbeit mit dem Institut für Allgemeinmedizin, den Aufbau von Lehrpraxen und die Vermittlung von Weiterbildungsassistenten an. Medizinische und soziale Begleitprogramme werden erstellt. Ärzte-Nachwuchs lasse sich selten schnell finden, sondern müsse langfristig und für Jahre im Voraus organisiert werden.

Bei einem Ärztetreffen am 29. September im Volkacher Schelfenhaus will man die vorhandenen Probleme besprechen. "Wir sind aktuell nicht unterversorgt und wollen dieses Niveau auch halten", betonte Bürgermeister Bäuerlein. Man müsse gemeinsam an einem Strang ziehen, sagte er den Ärzten Unterstützung zu. Aber: "Es ist ein steiniger Weg."Andrea Rauch schlug vor, auswärtigen Ärzten den Weg an die Mainschleife zu ebnen. "Mit Anzeigen erreicht man aus Erfahrung nicht viel", wusste Klose. Nur über persönliche Beziehungen könne man Fachkräfte motivieren und an die Mainschleife bringen. Man sei dabei, eine langfristige Strategie zu entwickeln und mit Medizinstudenten Kontakt aufzunehmen. "Wer wo studiert, das wissen wir leider nicht", erklärte Dr. Unkelbach auf Anfrage von Barbara Nikola-Bier. Simon Rinke bat die beiden Ärzte, dem Gremium exakte Hinweise zu geben, wie es bei der Gesundheitsversorgung konkret helfen kann.

Wo Ratssitzungen abhalten?

Anja Hirt regte an, Ratssitzungen wieder ins Schelfenhaus zu verlegen. Die Mainschleifenhalle sei eigentlich am Abend für das Sporttraining vorgesehen. Bürgermeister Bäuerlein erinnerte an die vorgeschriebenen Abstandsregeln und hofft darauf, dass sich das bald wieder ändert. Sein Favorit ist das katholische Pfarrheim, sofern dieses nicht anderweitig belegt ist. Simon Rinke hofft auf die Rückkehr in den Sitzungssaal im Rathaus. "Da würden wir sitzen, wie die Hühner auf der Stange und wir müssen ja auch an die Bürger denken", antwortete der Stadtchef.

Einstimmig nahm der Stadtrat redaktionelle Änderungen an der Friedhofsatzung und in der Gebührensatzung vor. Aufgenommen wurden die Friedwiesen in den letzten Ruhestätten.

Bürgermeister Bäuerlein gab schließlich Termine bekannt: Am 12. Oktober ist Bürgerversammlung in Rimbach mit dem Thema "Zufahrt zum Sportheim" und am 25. Oktober findet eine Interkommunale Gemeinderatssitzung mit sieben Kommunen der Mainschleife statt.

Der Förderring Gesundheit Mainschleife informiert auf www.gesundheit-mainschleife.de und ist unter Tel.: (09381) 7180310 erreichbar.