Roland Hoppe aus Segnitz feierte am Montag seinen 80. Geburtstag. Zweite Bürgermeisterin Marlene Bauer überbrachte Glückwünsche. Der Ruheständler genießt seinen Lebensabend in der Gärtnergemeinde.

Er kam im Alter von neun Jahren zusammen mit seiner Mutter als Heimatvertriebener in Ochsenfurt an, ursprünglich stammt er aus Neutitschein im Sudetenland. Der Vater war zu diesem Zeitpunkt bereits erst als Gefangener, dann als Angestellter der US-Armee in Ochsenfurt und konnte seine Familie nachholen.

Hoppe sollte dann wie sein Vater eine Laufbahn bei der Bahn antreten, „aber den Gefallen habe ich ihm nicht getan“, sagt er heute und schmunzelt. Stattdessen lernte er den Beruf des Schiffbauers und arbeitete später als Kraftfahrer. Zunächst fuhr er von Ochsenfurt aus durch ganz Deutschland, später blieb er heimatnah bei der Firma Wüffert in Marktbreit. Dort arbeitete er als Fahrer und war Mädchen für alles – bis zu seiner Pensionierung 1996.

Privat war bis dahin viel passiert: Margarete Seidel, die er in Ochsenfurt kennengelernt hatte, heiratete er 1959. Die beiden zogen zwei Kinder groß, dazu kamen zwei Enkel. Leider ist der älteste Sohn in diesem Frühjahr nach schwerer Krankheit gestorben. Die Familie lebt bis heute im Elternhaus der Ehefrau. Neben der Familie gehörte Roland Hoppes Herz dem Ehrenamt: 16 Jahre hat er beim Ochsenfurter Spielmannszug die Querflöte gespielt. Weil dieser zur Feuerwehr gehört, war Hoppe erst in Ochsenfurt, dann in Segnitz Mitglied bei der Feuerwehr. Bis er mit 60 aus dem Dienst ausscheiden musste, war er mit Herzblut und Engagement dabei und ist dem Verein noch heute treu.

Außerdem engagierte er sich rund 20 Jahre lang beim Zivilen Bevölkerungsschutz, bis dieser aufgelöst wurde.

Gefragt nach seinem Wünschen lächelt Roland Hoppe verschmitzt: „Ich möchte nicht so alt werden wie meine Tante!“ Die wurde 110 – also hat Roland Hoppe noch ein bisschen Zeit. Text/Foto: Regina Sterk