"Wenn alles finanziert ist und es passt, dann kann ich aufhören", hatte Gerhard Brunner, 26 Jahre an der Spitze des Kleinlangheimer Obst- und Gartenbauvereins, einmal vor Jahren geäußert. Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins am Sonntagnachmittag war es soweit: Brunner hörte als Vorsitzender auf und bedankte sich sichtlich bewegt bei allen, die dazu beitrugen, dass der Kleinlangheimer Obst- und Gartenbauverein vor allem durch seine Kelterei weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt ist.
"Wenn alles finanziert ist und es passt, dann kann ich aufhören", hatte Gerhard Brunner, 26 Jahre an der Spitze des Kleinlangheimer Obst- und Gartenbauvereins, einmal vor Jahren geäußert. Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins am Sonntagnachmittag war es soweit: Brunner hörte als Vorsitzender auf und bedankte sich sichtlich bewegt bei allen, die dazu beitrugen, dass der Kleinlangheimer Obst- und Gartenbauverein vor allem durch seine Kelterei weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt ist.
In seinem kurzen Rückblick auf 26 Jahre unter seiner Stabführung ging Brunner auf viel Erreichtes ein, etwa die Erweiterung der Kelterhalle – "das war was G'scheites und möglich, weil sehr viel in Eigenleistung geschaffen wurde" – hohe Investitionen für einen Separator, eine moderne Siebbandpresse, die Apparate für Flaschen- und Bag-in-Box-Abfüllung oder eine neue Küche.
Brunner: "Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen"
2005 wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert. Als "beste Sache", weil nun alles vereinseigen sei, bezeichnete Brunner den Grundstückskauf. Dies alles sei nur durch den sehr großen Einsatz vieler Mitglieder zu schaffen gewesen. Deshalb sei es der Vereinsführung immer ein Anliegen gewesen, die Helfer gut zu versorgen, "denn Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen und stärkt die Gemeinschaft".
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Die Laudatio für Brunner hielt Bürgermeisterin Gerlinde Stier, die von einem "bewegenden Nachmittag" sprach. Mit viel Mut habe Brunner richtungsweisende Investitionen getroffen, was höchsten Respekt verdiene. Ihr Dank galt auch Reinhold Pötzl, der 28 Jahre die Finanzen des Vereins verwaltete, "ihr beide wart ein Superteam". Was sich alles in der Brunner-Ära tat, wurde auch in den Bildern deutlich, die Dieter Zeller präsentierte und die auch Szenen aus Zeiten zeigten, als die Äpfel noch mit Handbetrieb gekeltert wurden.
Keltersaison hat nur halb so lang gedauert wie normal
In seinem letzten Bericht als Vereinsvorsitzender ging Brunner auch auf die vergangene Keltersaison ein, die in etwa halb so lange gedauert habe wie in einem normalen Jahr und in der 86 497 Liter gekeltert wurden, wobei der Saftanteil bei 94,3 Prozent lag. Für Bag-in-Box wurden 78 285 Liter verwendet, der Rest für Most und für die Flaschenabfüllung. Für die Keltermannschaft unter der Leitung von Hermine Weinmann gab es großes Lob.
Schriftführerin Anette Zink ging auf die Themen der Vorstandssitzungen ein, zu denen die Anschaffungen für die neue Küche, Mitgliederwerbung und die Ferienpassaktion gehörten. Kassier Reinhold Pötzl berichtete von einem Minus in der Jahresabrechnung aufgrund hoher Investitionen. Der Verein ist aber schuldenfrei und hat auch noch einiges auf der hohen Kante.
Kreisvorsitzender Karl Wolf würdigte ebenfalls die Verdienste Brunners und die Treue von Mitgliedern. Er kündigte die Veranstaltungen des Kreisverbandes an, machte auf die Möglichkeit zur Analyse von Bodenproben aufmerksam, lud zum Saatgutfestival am 7. März in Volkach ein und leitete die Vorstandsneuwahlen.