Das war wohl schon eher ein geharnischtes Schreiben, das die 14 Kommandanten der Feuerwehren der VG-Marktbreit da im Mai den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der beteiligten Gemeinden zukommen ließen: Sie bemängelten, dass ein erstes Schreiben der 14 Kommandanten von der Bürgermeisterrunde "nicht mit der notwendigen Aufmerksamkeit verfolgt und den jeweiligen Ratsmitgliedern dargestellt" wurde.

Um was geht es? Die Feuerwehren wünschen sich eine gemeinsame Sandsackfüllmaschine für die VG Marktbreit. Der Hintergrund sind die immer häufiger auftretenden Starkregenereignisse und die Schäden. Ohne eine solche Anlage, die etwa 16.000 Euro kostet, würden im Notfall eine große Menge an Feuerwehrleuten für das Befüllen von Sandsäcken gebunden, die ansonsten anderweitig eingesetzt werden könnten. Mit der Maschine sollte zudem ohne großen Aufwand ein Vorrat an gefüllten Sandsäcken in jeder Gemeinde angelegt werden.

Auch wenn eine solche Beschaffung, die wohl zentral in der Marktbreiter Feuerwehr gelagert und gewartet werden könnte, pro Gemeinde etwa 2600 Euro kosten würde, stimmten nur die Bürgermeisterin von Obernbreit und der Bürgermeister von Marktbreit einer solchen Beschaffung im Bürgermeisterausschuss zu.

Thema ausführlich besprochen, aber keine Einigung

"Das Thema wurde ausführlich im Bürgermeisterausschuss besprochen", sagte Marktstefts Bürgermeister Thomas Reichert in der Ratssitzung am Dienstagabend, man sei sich aber nicht einig über den weiteren Weg gewesen. Reichert wollte, nachdem die Standortfrage geklärt war, sein Ratsgremium in die Anschaffung mit einbeziehen, auch wenn sein Bürgermeisterbudget diese Ausgabe locker gedeckt hätte.

In der Diskussion war schnell klar: Das ist sinnvoll. Zudem sollte, um schnell handeln zu können, für Marktsteft ein größerer Vorrat von rund 2000 gefüllten Sandsäcken geschaffen und im Bereich des Feuerwehrhauses gelagert werden. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Vor einem Jahr fällte der Stadtrat den Beschluss, die Michelfelder Kläranlage aufzulassen und das Abwasser des Stadtteils in die Kläranlage Kitzingen zu schicken. Allerdings vertagten die Rätinnen und Räte einige weitergehende Beschlüsse, die nun nachgeholt wurden. So sollen zwei öffentliche Einrichtungen zur Abwasserbeseitigung in den beiden Stadtteilen bestehen bleiben, um weiter getrennt abrechnen zu können. Dazu soll ein Übergabeschacht bei der Einleitung des Michelfelder Abwassers in die Marktstefter Kanäle gebaut werden, in dem die Menge und die Schmutzfracht erfasst werden. Die Verwaltung wird beauftragt, Modellrechnungen zu erstellen, ob über Gebühren, Beiträge oder eine Kombination von beiden abgerechnet werden wird. Warum sich der Stadtrat für diese Beschlüsse ein Jahr Zeit ließ, blieb offen.

An der Badebucht fehlen Toiletten

Hinweisschilder auf die Apotheke in Marktsteft am Radweg wurden zwar grundsätzlich genehmigt. Peter-Michael Himmel wies dabei aber auf eine einheitliche Beschilderung für Hinweise auf Marktstefter Geschäftsleute hin, die der Bürgermeister auch zusagte – wenn die BNE-Station in Betrieb geht.

Es stinkt wieder mal im Marktsteft: Die Badebucht an der Fähr ist bei diesem Wetter gut besucht und Heiko Kieser bemängelte wieder einmal fehlende Toiletten in diesem Bereich. Nachdem die Lösung mit dem Food-Truck im vergangenen Jahr gescheitert war, werden wohl für diese Saison wieder Dixi-Klos aufgestellt.