Vier Tage „Bike & Mu-sic-Festival in Geiselwind: 28 000 Besucher feierten vier Tage, ruhig ging es dort am Wochenende also keineswegs zu. Donnerstag und Freitag kamen ganze Heerscharen von Motorradfahrern auf dem Gelände des Autohofs Strohofer an. Direkt davor gab es für manche der Gäste eine Polizei-Kontrolle: Getunte Maschinen wurden auf ihre Verkehrssicherheit überprüft, außerdem ging es um die zulässige Lautstärke der Motorräder.

Beim Festival bestaunten rund 28 000 Besucher etwa 8000 Motorräder und Fahrzeuge aus der US-Car-Szene, 15 Bands sorgten an vier Tagen für ausgelassene Stimmung. Perfekt restaurierte Harley Davidson?s ließen ein Gefühl von „Easy Rider“ aus den 1970ern aufkommen: Man wäre nicht sonderlich erstaunt gewesen, wenn plötzlich Peter Fonda aufgetaucht wäre.

Die Besucher waren bunt gemischt, die Bandbreite reichte von unauffällig bis skurril. Markant jene bärtigen Rocker, die in schwarzem Leder, mit Ketten um Hals und Hüfte, auf ihren schweren, chromblitzenden Bikes auf dem Gelände umherkurvten. Dazwischen die sogenannten „American Cars“, stilvolle Oldtimer mit ausgefeilter, liebevollster Lackierung.

Auf den Bühnen gab es beinharte Rockmusik, Go-Go-Showgirls heizten den Besuchern zusätzlich ein. Brechend voll war die Halle zum Beispiel am Donnerstag Abend, als die Band „Stahlzeit“ die Musik von „Rammstein“ coverte. Die volle Dröhnung, genau so, wie man es vom Original kennt, hören will.

Gänsehaut pur gab es bei den Stunts. Der Portugiese Ricardo Domingos zeigte auf einer besonders abgesicherten Showmeile, wie gut er sein Motorrad beherrscht. Atemberaubend vollführte er unter anderem Kopfstände auf dem fahrenden Motorrad und zeigte zum Finale einen gigantischen Burn-Out. Sprich, das permanente Durchdrehen des Hinterreifens, wobei sich das Motorrad ständig im Kreis dreht und heiße Reifen riesige Qualmwolken abgibt. Das war so spektakulär, „roch“ nach Gefahr, dass die für die Sicherheit zuständigen Geiselwinder Feuerwehrleute schon mal vorsorglich den Feuerlöscher zur Hand nahmen.

Mit einem Gottesdienst und verschiedenen Prämierungen – unter anderem wurde der am weitesten gereiste Gast aus Norwegen geehrt – ging das Fest am Sonntag zu Ende. „Es war absolut friedlich“, freute sich Manfred Strohofer. Und diese Bilanz wurde von Polizei und Rotem Kreuz bestätigt.