Die Corona-Pandemie stellt vor allem auch Familien vor große Herausforderungen. Neben der teilweisen Schließung von Schule und Kindertagesstätte, fallen auch viele Freizeitangebote weg. Deshalb sei es den Familienstützpunkten im Landkreis ein großes Anliegen, weiterhin erreichbar zu sein. Je nach Lage der Kontaktbeschränkungen finden Veranstaltungen mit Abstand, an der frischen Luft oder digital statt, wie es in einem Presseschreiben des Landratsamtes heißt.

Familienstützpunkte sind Orte der Begegnung und des Austausches für alle Familien – unabhängig von Familienform, Herkunft, Einkommen, Bildung oder Alter. Sie beraten, unterstützen und begleiten auf der Suche nach Lösungen für Probleme, um Familien zu stärken. Die Stützpunktleiterinnen seien Expertinnen bei allen Themen rund um die Familie wie Erziehung, Familienalltag und Freizeit, Kinderbetreuung, Gesundheit, finanzielle Unterstützung.  Seit 2016 haben die vier Familienstützpunkte in Dettelbach, Wiesentheid, Volkach und Kitzingen ihre Türen geöffnet. Anfang des Jahres ist ein neuer in Iphofen hinzugekommen.

Alles anders als die Jahre davor

"Im vergangenen Jahr lief jedoch alles anders als die drei Jahre zuvor", berichtet Koordinatorin Julia Zimmermann-Giek vom Landratsamt Kitzingen. Mit dem Lockdown mussten die Einrichtungen schließen und alle geplanten Vorträge abgesagt werden. Nach dem ersten Schock entstanden viele neue Ideen, um den Familien zur Seite zu stehen. Es gab die ersten Eltern Kind Treffs über eine Videokonferenz, Erziehungsfragen wurden in Podcasts kurz und knackig beleuchtet, Anlaufstellen für Familien wurden zusammengefasst und publiziert, es gab wöchentliche Newsletter mit Bastel- oder Spielideen. 

"Wie gut tat es allen, auch den Fachkräften, als nach man sich nach Pfingsten endlich wieder 'in echt' treffen durfte", erinnert sich Julia Zimmermann-Giek. Die Familienstützpunkte haben kurzerhand ihre offenen Eltern Kind Treffs nach draußen verlegt. Im Herbst wurde vielerorts ein "Walk and talk" daraus, um bei den kühleren Temperaturen in Bewegung zu bleiben. Seit September 2020 sind fast alle Veranstaltungen so angelegt, dass sie je nach Situation in einem größeren Raum mit mehr Abstand oder auch digital stattfinden können.

Knapp 60 neue Angebote im Frühjahrs-Programm

Das neue Frühjahrs-Programm umfasst knapp 60 Angebote aus den Bereichen, Erziehung, Gesundheit, Bewegung oder Familienzeit, darunter Online-Veranstaltungen zu den Themen "Digitale Medien in der Familie – Fluch oder Segen?" oder "Mein Kind pubertiert - und jetzt?".

Anfang des Jahres ist außerdem ein neuer Familienstützpunkt hinzugekommen, wie es im Presseschreiben weiter heißt: In Iphofen arbeiten mehrere Gemeinden zusammen. Die Träger sind Stadt Iphofen, Gemeinde Rödelsee, Markt Einersheim, Markt Willanzheim und Markt Seinsheim, der Hauptsitz der neuen interkommunalen Familienbildungsstätte wird das Jugendhaus in Iphofen sein. Veranstaltungen wird es darüber hinaus auch in den Gemeinden Willanzheim, Seinsheim, Rödelsee und Markt Einersheim geben.

Sobald die Kontaktbeschränkungen es ermöglichen, werde die Leiterin des Stützpunktes, Michaela Holzmann, zu ersten Veranstaltungen einladen. Die Sozialpädagogin war zuletzt im Kindergarten St. Barbara in Iphofen tätig.

Weiter Infos sowie das Programm der Familienstützpunkte: www.kitzingen.de/familie