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Keine Lust auf CSU oder Freie Wähler?
Vierrether: Wenn überhaupt Stadtrat, dann für Pro Kitzingen. Was anderes kommt für mich nicht in Frage.
Was zeichnet Walter Vierrether als künftiges Stadtratsmitglied aus?
Vierrether: Erst mal muss ich gewählt werden.
Zweifel?
Vierrether: Man weiß nie. Aber stimmt schon. Eigentlich sollten mich genug Leute kennen und wissen, dass ich mich für sie einsetzen werde.
Also noch mal: Was kennzeichnet Sie als Lokalpolitiker?
Vierrether: Ich kenne Kitzingen und seine Bewohner wie kaum ein anderer. Ich weiß, wo der Schuh drückt. Ich werde schon jetzt immer wieder angesprochen auf alle möglichen Missstände. Ich möchte Sprachrohr der Bürger sein. Mich um ihre Belange kümmern. Ich bin schon immer Ansprechpartner für die Kitzinger gewesen. Daran wird sich nichts ändern.
Gibt es irgendwelche politischen Schwerpunkte?
Vierrether: Soziale Belange liegen mir am Herzen. Nicht umsonst bin ich im Vorstand bei Aplawia e.V. oder engagiere mich als Lesepate. Deshalb freue ich mich auch, dass alle Einnahmen, die wir bei unseren Wahlaktionen generieren werden, an die Lebenshilfe gehen.
Welche Einnahmen?
Vierrether: Wir werden bei unseren Aktionen immer um Spendengelder bitten.
Was wollen Sie sonst noch für Kitzingen erreichen?
Vierrether: Natürlich geht es mir auch darum, mehr Menschen nach Kitzingen zu locken, beispielsweise durch Veranstaltungen wie Konzerte oder Kabarett-Abende. Davon profitiert nicht zuletzt die Geschäftswelt.
Für Veranstaltungen bräuchte es erst einmal eine Veranstaltungshalle.
Vierrether: Ein echtes Armutszeugnis. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte Kitzingen längst eine eigene Halle im ConneKT. Oder die Florian-Geyer-Halle entsprechend ausgebaut.
Klingt nach einem ersten Ziel für die künftige Stadtratsarbeit?
Vierrether: Auf jeden Fall. So eine Halle müssen wir bis spätestens 2025 haben. Auch der Wohnungsbau ist dringlich. Gerade für sozial Schwächere muss die Stadt hier tätig werden.
Der Kitzinger Stadtrat hat nicht gerade den Ruf, der harmonischste zu sein.
Vierrether: Ich kenne die allermeisten Stadträte sehr gut und habe diesbezüglich überhaupt keine Bedenken. Ich bin immer ein guter Teamworker gewesen. Außerdem gehe ich davon aus, dass wir im nächsten Jahr viele neue Gesichter im Stadtrat sehen werden.
Klingt sehr harmonisch. Keine Kritik an der bisherigen Stadtratsarbeit?
Vierrether: Bei manchen Themen gab es endlose Debatten, manche Sachen werden immer wieder aufgewärmt. Ich freue mich auf schnellere Entscheidungen.
Mitunter sind Themen sehr komplex, benötigen eine intensive Einarbeitungszeit.
Vierrether: Klar, vor einer Entscheidung steht die intensive Auseinandersetzung mit einem Thema. Ich werde mich in die Dinge einarbeiten müssen, von denen ich bislang keine Ahnung habe. Ich werde dazulernen müssen. Aber da mache ich mir keine Sorgen. Ich bin lernfähig.
Stellt Pro Kitzingen einen OB-Kandidaten?
Vierrether: Nein.
Unterstützt der Verein einen Kandidaten?
Vierrether: Bisher nicht. Wir werden die Stichwahl abwarten und uns dann äußern.
Hat der Verein überhaupt genug Kandidaten für die Stadtratsliste?
Vierrether: Auf jeden Fall. 30 Männer und Frauen und noch ein paar Ersatzleute. Wir haben seit diesem Sommer intensiv Kandidaten gesucht. Erstaunlich war, dass die allermeisten nicht für eine Partei kandidieren wollten. Für einen Verein, wie wir einer sind, schon.
Zufrieden mit der Liste?
Vierrether: Auf jeden Fall. Das Schöne ist, dass wir Leute aus beinahe allen Ortsteilen haben. Menschen mit ganz unterschiedlichen Berufen. Es sind jüngere und ältere Kandidaten dabei.
Auf welchem Platz sind Sie gelistet?
Vierrether: Unter den ersten Fünf. Die genaue Platzierung müssen wir erst noch festlegen. Ich will auf jeden Fall eine Frau auf den ersten Rängen sehen.
Im Moment stellt Pro Kitzingen zwei Stadträte. Luft nach oben?
Vierrether: Ich denke, dass wir im nächsten Stadtrat drei Mitglieder stellen werden. Mindestens.
Jetzt geht es mit Volldampf in den Wahlkampf?
Vierrether: Wahlkampf ist das falsche Wort. Wir wollen Wahlwerbung betreiben, die Menschen mit Argumenten überzeugen, anstatt zu kämpfen.