Weg, alle weg. Was für eine Rücktrittwelle: Die Chefs der Deutschen Bank gehen. Blatter macht die Flatter. Jauch talkt bald nicht mehr am Sonntagabend in der ARD. Gysi hat genug. Selbst unseren alten Freund Winnetou hat es erwischt. Damit sind gleich zwei Rothäute auf einmal weg.

Viele machen sich jetzt Sorgen: Was soll werden? Die Erfahrung lehrt: Es geht irgendwie weiter. Zumal wir ja auch noch da sind. Nachdem Lokalredakteure alles können und auf allen Themenfeldern daheim sein müssen, hätten wir den einen oder anderen Kandidaten im Angebot. Bei Bedarf einfach in der Redaktion melden.

Nur einen geben wir nicht her: unseren Wetterfrosch. Nachdem er sich jahrelang Verdienste erwarb, was den Rückblick auf das Wettergeschehen anbelangte und wir mit Regenangaben bis vier Stellen hinters Komma versorgt wurden, greift der Mann neuerdings auch beherzt ins Vorhersage-Geschehen. So prophezeit er beispielsweise nach mehr als drei Minuten Regen, dass der Main gleich über die Ufer tritt. Wobei man dazusagen muss, dass er exklusive Bildrechte für alle Arten von Überschwemmungen hat.

Unser Wetterfrosch kann durchaus mit Fachwissen aufwarten. Keiner erklärt so schön, was sich hinter der Schafskälte verbirgt, die uns gerade ansatzweise heimsucht.

Das Beste an seinen Ausführungen ist der immer gleiche Anfangssatz: „Ich erkläre Dir das jetzt mal, Du Schaf!“ Meist endet die Geschichte mit dem Hinweis, dass selbst in Siebenschläfer-Nächten alle Katzen grau sind und was Hundstage damit zu tun haben. Man nennt so etwas wohl gesundes Halbwissen.

Für die ARD-Talkshow am Sonntagabend reicht das allemal.

Neues aus der Redaktion gewährt Einblicke in den Alltag der Kitzinger Redaktion und erscheint in loser Folge.