Es ist gar nicht so leicht, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Dabei ist es ein ganz normaler Werktag. „Der Ansturm kommt schon noch richtig“, sagt Ursula Brown, die alle nur Uschi rufen. Seit Ende November steht sie in der Bude am Kitzinger Marktplatz, brät Würste und schenkt Feuerzangenbowle aus.
Es ist gar nicht so leicht, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Dabei ist es ein ganz normaler Werktag. „Der Ansturm kommt schon noch richtig“, sagt Ursula Brown, die alle nur Uschi rufen. Seit Ende November steht sie in der Bude am Kitzinger Marktplatz, brät Würste und schenkt Feuerzangenbowle aus.
Vor dem Verkaufsstand steht fast immer ein Kunde und freut sich über die kleine, rote Tasse, auf der ein Mini-Zuckerhut vor sich hin lodert. „Viele kommen in der Mittagspause, die meisten nach der Arbeit“, erzählt Uschi. Dann wirkt das blau und gelb lodernde Flämmchen auf dem Mini-Gestell besonders schön.
Den Stand betreibt Nicole Bernd, die Inhaberin der „Schranne“ in der gleichnamigen Straße. Zum zweiten Mal ist sie auf dem Kitzinger Weihnachtsmarkt vertreten. Die Idee, Feuerzangenbowle anzubieten, kam ihr in Volkach. Beim Volkacher Winterzauber hat sie die Spezial-Tassen gesehen und war hellauf begeistert. „Jeder hat sein eigenes kleines Feuer vor sich“, sagt sie.
Die Tassen und die Zuckerhüte erhält sie von einer Spezialfirma, die Bowle setzt sie in ihrer Gaststätte an.
Das Rezept? „Geheimnis“, sagt Nicole und lacht. Immerhin, so viel verrät sie: Wein, Rum, Orangensaft und Gewürze sind enthalten. In welcher Zusammensetzung will sie nicht sagen.
„Vom 12. bis 14. Dezember steppt in Kitzingen der Bär.“
Claudia Biebl, Stadtmarketingverein
Die Feuerzangenbowle erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit, vor allem seit dem gleichnamigen Film mit Heinz Rühmann aus dem Jahr 1944. Rezepte gibt es zuhauf. Je nach Region werden unterschiedliche Zutaten verwendet. Immer gleich ist die Methode, den Zuckerhut zum Brennen zu bringen: hochprozentiger Rum wird vorsichtig darüber gegossen, dann wird das Gebilde angezündet.
Uschi und Nicole verwenden 80-prozentigen Rum. Im Punsch selbst ist bereits 40-prozentiger Rum enthalten. „Das haut ganz schön rein“, kommentiert einer der Gäste vor dem Stand.