Es gibt ihn also doch noch, den Winter. Zumindest hat er am Tag vor seinem meteorologischen Start am 1. Dezember gezeigt, was kalt sein kann. In der Nacht auf den 30. November sind die Temperaturen in den Keller gegangen wie schon lange nicht mehr. Bis zu minus zehn Grad wurden gemessen.

So was hat Vor- und Nachteile. Nachteile für alle, die ihre Autos unter Laternen übernachten lassen. Schutzlos dem Frost ausgesetzt kamen zum ersten Mal in diesem Jahr die Schreibenkratzer richtig zum Einsatz. Dabei waren die Scheiben so festgefroren, dass dem Autofahrer schon wieder fast warm wurde, bis er wieder freie Sicht hatte.

Wo Schatten ist, ist auch Licht. Das brauchten die Winzer, die sich noch in der Nacht in die Weinberge schlichen, um die gefrorenen Trauben von den Stöcken zu holen. Es sind nicht ganz so viele, die Trauben hängen lassen und auf die für den Eiswein geforderten mindestens minus sieben Grad warten. Nach drei Wintern in Folge mit eher weniger eisigen Temperaturen gehen manche Winzer das Risiko nicht ein. 2016 hat es sich wieder mal gelohnt. Auf das Ergebnis werden sich die freuen, die auch süßen Weinen etwas abgewinnen können.

Ansonsten ist in dieser Woche, wieder einmal der Versuch gescheitert, eine Prognose für den Winter oder wenigstens Weihnachten auf die Reihe zu kriegen. Es gibt zwar zig Prognosen oder Modelle. Das Problem: Alle kommen zu einem anderen Ergebnis. So wird der Winter kalt und schneereich oder warm und nass oder ganz anders. Und ob es weiße Weihnachten gibt, sehen wir am 24. Dezember.

Bis dahin ist noch einiges zu tun. Auch wenn in Umfragen immer betont wird, wie schlimm der vorweihnachtliche Rummel ist und dass man doch lieber die stille Zeit hätte. Die Weihnachtsmärkte sprechen eine andere Sprache. Es ist voll. Egal wo, egal was geboten wird, die Leute sind unterwegs.

Das wird auch an diesem Wochenende so sein. Und es wird schwer bis unmöglich sein, durchzukommen und nichts zu verpassen. Am zweiten Advent und/oder am Tag zuvor stehen Abtswind, Iphofen, Kleinlangheim, Mainbernheim, dazu Nordheim und Obernbreit auf dem Programm. Also, Augen auf und durch und wer dann immer noch nicht genug hat, hat in einer Woche in Castell, Kitzingen und Marktbreit noch eine Chance. Übrigens, auch wenn es so scheint, eine Teilnahmepflicht gibt es bei Weihnachtsmärkten (noch) nicht.

Die Woche blickt immer samstags zurück, was unseren Autoren in den vergangenen sieben Tagen aufgefallen ist.