Veränderungen stehen im und um das Kitzinger Schwimmbad an. Nach drei Jahren werden die Preise wieder einmal angehoben. Für das Freibad und für das aqua-sole. „Spaß macht uns das nicht“, versichert der Geschäftsführer der DSGB Sportstättenbetriebs- und Planungsgesellschaft, Peter Vogelhofer. „Aber es muss sein.“
Veränderungen stehen im und um das Kitzinger Schwimmbad an. Nach drei Jahren werden die Preise wieder einmal angehoben. Für das Freibad und für das aqua-sole. „Spaß macht uns das nicht“, versichert der Geschäftsführer der DSGB Sportstättenbetriebs- und Planungsgesellschaft, Peter Vogelhofer. „Aber es muss sein.“ Die Gründe: eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zum 1. Juli diesen Jahres. und allgemeine wirtschaftliche Erwägungen.
Statt bisher sieben Prozent müssen Badbetreiber ab dem 1. Juli 19 Prozent Steuer ans Finanzamt auf den Saunaeintritt abführen. Der Deutsche Sauna-Bund rechnet mit einem finanziellen Verlust in der Branche von 70 Millionen Euro. „Ein Großteil der 2150 öffentlichen Saunabäder in Deutschland kommt deshalb in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten“, prognostiziert der Geschäftsführer des Deutschen Sauna-Bundes, Rolf-Andreas Pieper.
Peter Vogelhofer sieht das etwas gelassener, zumal das aqua-sole seit seiner Eröffnung vor rund sieben Jahren gute Zahlen schreibt. Etwa 70 000 Gäste kommen pro Jahr in die Sauna, durchschnittlich 140 000 ins Hallenbad. Damit lässt sich gut wirtschaften, selbst der Betrieb des Freibades lässt sich aus dem Gewinn mitfinanzieren.
Die Steuererhöhung tut trotzdem weh. Rund 70 000 Euro machen die zwölf Prozent aus. Pro Jahr. Geld, das fehlt. Vogelhofer: „Wir müssen reagieren.“
Um durchschnittlich 50 Cent steigt der Preis für das Solebad, Familien zahlen ab Juli zwei Euro mehr. Die Eintrittspreise für die Sauna steigen ebenfalls um zwei Euro. Ausgeglichen werden die Mehrkosten dadurch nicht. Aber abgefangen.
Vogelhofer geht davon aus, dass immer noch 35 000 bis 40 000 Euro im Vergleich zu den Vorjahren fehlen werden. Mit einem Rückgang der Besucherzahlen rechnet er nicht. „Wir haben ein sehr treues Publikum und die Erhöhung ist moderat ausgefallen.“
Und das Freibad? Dort wird der Eintritt unabhängig von der Steuererhöhung teurer. „Aus wirtschaftlichen Erwägungen“, wie Vogelhofer erklärt. Bei 25 Prozent liegt nach seinen Worten der Deckungsbeitrag für das Freibad. „Kein Freibad schreibt schwarze Zahlen“, sagt er. Kein Wunder, es gibt einfach zu viele Unwägbarkeiten bei zu vielen fixen Kosten: eine komplizierte Technik mit hohem Verschleiß, eine große Fläche, die gepflegt sein will, Personalkosten. Und dazu das Wetter. 50 000 Menschen besuchen durchschnittlich pro Jahr das Kitzinger Freibad. Im letzten Jahr waren es gerade mal 45 000. Minusrekord in den letzten sieben Jahren. „Dafür werden es in diesem Jahr wieder deutlich mehr“, hofft Betriebsleiterin Birgit Grübler.