• Erlangen: Renommierter Wirtschaftspreis "Bayerischer Innovationspreis 2022" verliehen
  • Titelträger geehrt: Drei fränkische Unternehmen räumen Hauptpreise ab
  • Die Top 3 im Ranking: Aus welchen fränkischen Städten kommen die Gewinner?

Im Rahmen des "Bayerischen Innovationspreis 2022", verliehen vom Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, hat ein Unternehmen aus Erlangen den ersten Platz abgesahnt. In der Top 3 befinden sich aber noch zwei weitere fränkische Städte. "Insgesamt wurden wieder knapp 190 Unternehmen nominiert. Unter den nominierten Unternehmen finden sich dabei große Industrieunternehmen ebenso wie kleine Handwerksbetriebe oder junge Start-ups", so das Ministerium. 

190 Unternehmen für Innovationspreis Bayern nominiert: Was man über die Preisverleihung wissen muss

Seit 2012 wird der Preis alle zwei Jahre vergeben. Bei der Preisverleihung ist vor allem Kreativität und Erfindergeist gefragt. "Mit dem Preis werden Unternehmen ausgezeichnet, die den Mut und die Ausdauer haben, Neues zu wagen und innovative Ideen bis zur wirtschaftlichen Nutzbarkeit zu entwickeln", so das Ministerium.

Die Unternehmen erhalten neben der Auszeichnung noch weitere Preise. "Insgesamt werden drei Haupt- und bis zu vier Sonderpreise vergeben. Es handelt sich um Ehrenpreise, die finanziell nicht dotiert sind. Der Preis besteht aus einer Urkunde und einer Skulptur. Zudem wird jeder Preisträger in einem Kurzfilm porträtiert, der während der Preisverleihung gezeigt und den Unternehmen anschließend zu Werbezwecken überlassen wird", erklärt das Wirtschaftsministerium.

Neben den vier Hauptpreisen wurden noch vier weitere "Sonderpreise" verliehen. Der erste Preis "Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern" ging an EOMAP GmbH & Co. KG (Wassertiefenvermessung aus dem Weltraum), der zweite Preis "Start-up mit einem Alter von bis zu 5 Jahren" ging an munevo GmbH (Intelligente Rollstuhlsteuerung), der dritte Preis "Kooperation Wirtschaft-Wissenschaft" ging an Heinz Soyer Bolzenschweißtechnik GmbH (Bolzenschweißverfahren) und der letzte Preis "Sonderpreis der Jury" ging an Schreiner Group GmbH & Co. KG (Plasmapflaster für chronische Wunden). 

Die Hauptpreise im Ranking: Welches fränkische Unternehmen schafft es ganz nach oben?

Alle drei Hauptpreise haben fränkische Unternehmen abgeräumt. Hier sind die drei Gewinner des "Bayerischen Innovationspreis 2022":

Platz 3: Schlenk Metallic Pigments GmbH (Roth)

Den dritten Hauptpreis gewinnt somit das mittelfränkische Unternehmen Schlenk Metallic Pigments GmbH aus Roth. Sie stellen umweltfreundliche Pigmente für die Lackier- und Druckverfahren her. Mit "Zenexo" bietet Schlenk  "Metallinterferenzpigment an, das auch als Pulver sicher und somit kein Gefahrgut ist. Damit werden umweltfreundliche Verfahren wie Pulverlacke, Ultra-HighSolids, Zero-VOC-Lacke oder nachhaltige Künstlerfarben zugänglich. Hohes Deckvermögen erlaubt die Formulierung von bis zu 25 Prozent dünneren Lackschichten, dadurch die Einsparung von Material, die Senkung von Trocknungskosten und die Reduktion von CO₂-Emissionen. Moderne Gestaltungsverfahren wie die Lasermarkierung sind mit diesen MIP ohne störende Zusätze möglich".

Platz 2: Simon Möhringer Anlagenbau GmbH (Wiesentheid) 

Das unterfränkische Maschinenbauunternehmen Simon Möhringer Anlagenbau GmbH schaffte es mit einer "Anlage zur Verarbeitung von Ölpalmenstämmen" bei der Preisverleihung auf den zweiten Platz. "Die Stämme der Ölpalmen (OPT), die vor allem in Südostasien zur Erzeugung von Palmöl gepflanzt wurden, werden nach ca. 30 Jahren gefällt und neu gepflanzt, weil der Ölertrag zu gering geworden ist. Das Stammmaterial von jährlich vieler Millionen Stämme bleibt bislang ungenutzt. Sie werden verbrannt, mit Pestiziden behandelt oder gehäckselt und auf der Plantage verteilt. Möhringer hat ein Verfahren entwickelt, um dieses Stammmaterial erstmals stofflich zu nutzen und daraus hochwertige Holzprodukte zu erzeugen", erklärt das Wirtschaftsministerium. 

Platz 1: Evosys Laser GmbH (Erlangen)

Der "Bayerische Innovationspreis 2022" geht somit nach Mittelfranken. Das Maschinenbauunternehmen Evosys Laser GmbH gewinnt dadurch mit einer Innovation in der Schweißindustrie. "Die Evosys Laser GmbH hat eine neue, innovative Variante des Laserschweißens von Kunststoffen entwickelt, das sogenannte Advanced Quasi-Simultaneous Welding (AQW). Das patentierte Verfahren kombiniert zwei unterschiedliche Wellenlängen mit der Methode des quasi-simultanen Schweißens, um eine deutlich höhere Produktivität und eine verbesserte Schweißnahtqualität zu erreichen. Es erzielt Prozesszeitreduzierungen von bis zu 60 Prozent und hohe Festigkeitssteigerungen. Außerdem können mit dem neuen Prozess Materialkombinationen bearbeitet werden, die bisher nicht oder nur sehr schwer mit dem Laser schweißbar sind".