Die Sternstundenaktion der Marktbreiter Kolpingfamilie, die Hildegard Mark 2010 ins Leben rief, geht am Sonntag, 9. Dezember, schon in die dritte Runde. Aus den 1000 Losen im ersten Jahr wurden 2011 schon 1300 Lose – und in diesem Jahr sind es bereits 1500 Lose, die Hildegard Mark und ihr Team in fast einjähriger Vorbereitungszeit angefertigt haben.

Beim Marktbreiter Weihnachtsmarkt werden sie mithilfe allerlei prominenter Losverkäufer für ein Euro pro Stück verkauft. „Alles für den guten Zweck – der gesamte Erlös wird an die Aktion Sternstunden zugunsten bedürftiger Kinder übergeben – und jedes Los gewinnt“, betont Hildegard Mark. Getreu ihrem Motto „Nach Weihnachten ist vor Weihnachten“ hat sie sich mit ihren Freundinnen gleich nach den letzten Weihnachts-Feiertagen vor einem Jahr wieder in die Arbeit gestürzt, um die neuen 1500 Losgewinne entweder selbst herzustellen – oder um Sachspenden von Firmen zu sammeln.

„Über 500 Gewinne sind selbst gemachte Handarbeiten“, berichtet sie. Da liegen zum Beispiel Stapel von Häkeldeckchen auf dem Tisch, daneben türmen sich Lavendelsäckchen, Bettsocken, Türkränze, Schmetterlinge, Fensterdekoration oder Pulswärmer und Stulpen. In einer Ecke des Wohnzimmers stehen Spankörbchen voller Weihnachtsschmuck, in einer anderen Ecke die vorbereiteten Adventsgestecke, auf dem Tisch liegen selbst gebastelte Weihnachtskarten mit Umschlägen. Die Sachspenden von Firmen und Privatleuten, darunter Spielsachen, Campingartikel, Modeschmuck und Bücher, werden bis zum Markt in Kisten aufbewahrt. Die Besucher dürfen gespannt sein – es gibt auch ein paar Hauptgewinne: „Die Losnummer 1000 ist beispielsweise ein Anorak von der Europa-Union, hinter der Nummer 1111 versteckt sich ein Campinggeschirr-Set“, verrät Hildegard Mark.

Der harte Kern des Marktbreiter Sternstunden-Teams um Hildegard Mark besteht aus rund zehn Freundinnen aus der Kolpingfamilie, aber auch die Männer der Kolpingfrauen, Freunde, Bekannte und Verwandte sind mit eingeschlossen. „Es gibt nur positives Feedback“, freut sich Mark, auch die Mitarbeiter ihres Teams fragen schon am Jahresanfang, wann es wieder losgeht.

Inzwischen haben viele der Frauen schon ihr Spezialgebiet gefunden: zum Beispiel steht Theresia Klemm hauptsächlich für Häkelarbeiten, Christa Lober für Adventsgestecke, Hedi Beck für Bastelarbeiten, Ursula Göpfert für Weihnachtsengel und Hildegard Mark für Stricksachen.

Beim Weihnachtsmarkt am 9. Dezember werden Gerhard Mark und Alfons Beck wieder abwechselnd als Bischof Nikolaus die Kinder beschenken, Heinrich Grötsch spielt wieder die Drehorgel, die Gewinnausgabe ist in der Bachgasse, gegenüber vom Museum, wo es ab 13 Uhr losgeht. Einige prominente Losverkäufer haben ihr Kommen schon zugesagt, etwa die Europaabgeordnete Anja Weisgerber, die Mitglieder des Landtages Otto Hünnerkopf und Volkmar Halbleib, 2. Bürgermeisterin Martina Michel und die Stadträtin Karin Bradenstein.

Aktion Sternstunden

Die Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks setzt sich – mit Unterstützung von BayernLB, bayerischen Sparkassen, LBS Bayerische Landesbausparkasse und der Versicherungskammer Bayern – für notleidende Kinder und Jugendliche ein.

Die Fördermittel kommen überwiegend Kinderhilfsprojekten in Bayern und Deutschland zugute. Die Benefizaktion unterstützt aber auch Kinderhilfsmaßnahmen im Ausland.

Seit der Gründung im Jahr 1993 wurden mehr als 2200 Kinderhilfsprojekte mit einer Gesamtfördersumme von über 140 Millionen Euro unterstützt. Rund 300 Veranstaltungen und Aktionen werden jährlich zugunsten von Sternstunden durchgeführt – darunter auch der Marktbreiter Weihnachtsmarkt.

Mehr Infos auf www.sternstunden.de