Der rot leuchtende Marktturm, der die Anmutung einer Kerze hat, hieß seit dem 30. November die Kitzinger und ihre Gäste willkommen und lotste sie wie ein Leuchtturm zum Weihnachtsmarkt auf dem Platz der Partnerstädte am Landratsamt. Zum zweiten Mal nun hatte der Stadtmarketingverein Kitzingen diese Fläche für sein vorweihnachtliches "Kitzingen leuchtet"- Projekt ausgesucht.

"Herausragendes Ambiente"

Das Orga-Team von "Kitzingen leuchtet" 2012 ist mit dem Verlauf des diesjährigen Weihnachtsmarktes im Großen und Ganzen zufrieden. Dies teilt Thomas Most, Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins, auf Anfrage mit. Die Besucherzahlen hätten etwas höher sein können - das schien aber dieses Jahr fast überall im Landkreis so zu sein, hat Most festgestellt.

Was den Veranstaltungsort betrifft, ist Most begeistert: "Das Ambiente auf dem Platz an der evangelischen Kirche war herausragend. Schöner kann ein Weihnachtsmarkt unserer Größenordnung kaum gestaltet sein."

Katja Binz hat es auch sehr gut gefallen auf dem Weihnachtsmarkt. Viele Stunden bediente sie in ihrem Stand die Marktbesucher, aber der Einsatz habe sich gelohnt, sagt die Ausstellerin aus Schlüsselfeld. Sie hat etliche ihrer besonderen Eisen-Skulpturen und Kunstwerke verkauft. Binz und ihr Mann bewahren alte Hufeisen vor dem Einschmelzen und fertigen daraus Dekorationsgegenstände wie Kugeln oder Herzen, Rosenstecker oder Feuerkörbe. "In Kitzingen hat es mir wirklich Spaß gemacht. Dafür dass es ein relativ kleiner Markt ist, lief es hier wirklich gut", sagt Katja Binz und fügt hinzu, im nächsten Jahr würde sie gerne wiederkommen.

Etwas kritischer beurteilt Barbara Kolb aus Kitzingen das Markttreiben. Sie hat wie im vergangenen Jahr Lebkuchen verkauft. 2011 sei der Verkauf besser gewesen als heuer, lautet Kolbs Bilanz.

Ihr selbst habe alles gut gefallen, das Ambiente, die Lichter... Die Organisatoren hätten sich viel Mühe gegeben und Arbeit gemacht. Aber es hätte mehr los sein können. Am Stand habe sich immer wieder die Gelegenheit zu einem Gespräch ergeben. Viele Kitzinger hätten bedauert, dass sich ihre Mitbürger so wenig für den Markt interessieren. Erst am letzten Wochenende vor dem Fest sei viel los gewesen. Kolb: "Es war toll, aber es wäre wichtig gewesen, dass die Kitzinger ihren Markt ein wenig besser unterstützen."

Wie und wo künftige Weihnachtsmärkte stattfinden sollen, ist laut Most noch nicht geklärt. Für die Planungen in den kommenden Jahren seien noch einige Gespräche abzuwarten.