Den 70. Geburtstag feiert der TSV Geiselwind am Wochenende - mit einer großen Feier. Hans Weiglein erinnert sich, wie er als Bub mit dem Laster zum Fußballspiel fuhr.
Seinen 70. Geburtstag feiert der TSV Geiselwind am Wochenende. Mit rund 510 Mitgliedern hat der TSV zwar nicht mehr ganz so viele, wie noch vor zehn Jahren. Er ist aber nach wie vor der größte Verein in der Gemeinde.
Nahezu von Beginn an hat Hans Weiglein die Geschichte des Klubs miterlebt. Erst als Sportler in den Sparten Leichtathletik, Fußball, später auch Tischtennis, später mischte der heute 74-Jährige lange Jahre als Funktionär aktiv im Klub mit. Anfang der 70er Jahre war er zwei Jahre Schriftführer, später noch einmal 14 Jahre Kassier, bis er 2010 den Posten abgab.
Der Vereinschronist
Ob als aktiver Sportler, oder später als Zuschauer, gute und auch weniger gute Zeiten machte Weiglein mit. Die gute alte Zeit in den 60er und 70er Jahren, die blieb besonders bei ihm im Gedächtnis haften. „Damals herrschte eine ganz andere Euphorie! Ich war beinahe jeden Abend am Sportplatz, da waren immer zehn, zwölf Leute. Man traf sich einfach“, schaut er zurück.
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Dass Hans Weigleins Herz heute noch am TSV hängt, ist offensichtlich. Einige Ordner voll mit Zeitungsausschnitten, alten Dokumenten und Fotos hat er gesammelt, manches im Computer gespeichert. Seine eigene sportliche Laufbahn begann als Achtjähriger. In der Landwirtschaft aufgewachsen, schleppte ihn sein damaliger Kumpel Horst Fuchs einfach mal mit zum TSV, zur Abteilung Leichtathletik. Bei Bundesjugendspielen und Sportfesten landete er schnell auf den ersten Plätzen.
Durch Leistung überzeugt
Zum Fußball gelangte Weiglein erst etwas später, weil es der Großvater zunächst verbot. Erst als der Senior das Lob der anderen über Hans Weiglein hörte, war das Eis gebrochen. „Der Monatsbeitrag betrug 50 Pfennig. Den mussten wir mitbringen, der wurde vom Kassier eingesammelt“, schmunzelt er heute.
Mit zehn Jahren gehörte Weiglein zur damals einzigen Jugendmannschaft. Bei den Großen fuhr er als Junge oft mit, wenn der Holzlaster der Firma Reinlein die Mannschaft samt Fans zu den Auswärtsspielen chauffierte. Mit 17 Jahren spielte er ab 1960 in der ersten Mannschaft. „Das war in der B-Klasse, heute Kreisklasse. Wir hatten eine sehr gute Mannschaft“, schwärmt er und zählt Leute wie Hans Sperber oder Dieter Kraus auf. Mit 41 war Schluss für Weiglein in der Ersten. Es folgten noch Einsätze in der Reserve, oder bei den Alten Herren, bis das Knie nicht mehr wollte.