Der TSV Geiselwind wird 70

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Ein Mannschaftsfoto aus alten Zeiten des TSV Geiselwind: Die Alten Herren um 1972 spielten damals mit (hinten von links): Martin Haubenreich, Volker Bolesta, Michael Reinlein, Walter Baum, Hans ...
Foto: Andreas Stöckinger

Den 70. Geburtstag feiert der TSV Geiselwind am Wochenende - mit einer großen Feier. Hans Weiglein erinnert sich, wie er als Bub mit dem Laster zum Fußballspiel fuhr.

Seinen 70. Geburtstag feiert der TSV Geiselwind am Wochenende. Mit rund 510 Mitgliedern hat der TSV zwar nicht mehr ganz so viele, wie noch vor zehn Jahren. Er ist aber nach wie vor der größte Verein in der Gemeinde.

Nahezu von Beginn an hat Hans Weiglein die Geschichte des Klubs miterlebt. Erst als Sportler in den Sparten Leichtathletik, Fußball, später auch Tischtennis, später mischte der heute 74-Jährige lange Jahre als Funktionär aktiv im Klub mit. Anfang der 70er Jahre war er zwei Jahre Schriftführer, später noch einmal 14 Jahre Kassier, bis er 2010 den Posten abgab.

Der Vereinschronist

Ob als aktiver Sportler, oder später als Zuschauer, gute und auch weniger gute Zeiten machte Weiglein mit. Die gute alte Zeit in den 60er und 70er Jahren, die blieb besonders bei ihm im Gedächtnis haften. „Damals herrschte eine ganz andere Euphorie! Ich war beinahe jeden Abend am Sportplatz, da waren immer zehn, zwölf Leute. Man traf sich einfach“, schaut er zurück.

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Dass Hans Weigleins Herz heute noch am TSV hängt, ist offensichtlich. Einige Ordner voll mit Zeitungsausschnitten, alten Dokumenten und Fotos hat er gesammelt, manches im Computer gespeichert. Seine eigene sportliche Laufbahn begann als Achtjähriger. In der Landwirtschaft aufgewachsen, schleppte ihn sein damaliger Kumpel Horst Fuchs einfach mal mit zum TSV, zur Abteilung Leichtathletik. Bei Bundesjugendspielen und Sportfesten landete er schnell auf den ersten Plätzen.

Durch Leistung überzeugt

Zum Fußball gelangte Weiglein erst etwas später, weil es der Großvater zunächst verbot. Erst als der Senior das Lob der anderen über Hans Weiglein hörte, war das Eis gebrochen. „Der Monatsbeitrag betrug 50 Pfennig. Den mussten wir mitbringen, der wurde vom Kassier eingesammelt“, schmunzelt er heute.

Mit zehn Jahren gehörte Weiglein zur damals einzigen Jugendmannschaft. Bei den Großen fuhr er als Junge oft mit, wenn der Holzlaster der Firma Reinlein die Mannschaft samt Fans zu den Auswärtsspielen chauffierte. Mit 17 Jahren spielte er ab 1960 in der ersten Mannschaft. „Das war in der B-Klasse, heute Kreisklasse. Wir hatten eine sehr gute Mannschaft“, schwärmt er und zählt Leute wie Hans Sperber oder Dieter Kraus auf. Mit 41 war Schluss für Weiglein in der Ersten. Es folgten noch Einsätze in der Reserve, oder bei den Alten Herren, bis das Knie nicht mehr wollte.

Heute ist er nicht mehr direkt involviert, ab und zu geht er zu den Fußballspielen des TSV. „Das ist eine andere Zeit, eine andere Gesellschaft“, sagt er. Er verstehe nicht, warum viele Einheimische lieber woanders kicken. Egal, die Erinnerung bewahrt sich Weiglein nach wie vor. „Es gab viele schöne Zeiten, eine Kameradschaft! Da wurde nach den Spielen gesungen, ob es auswärts war, oder daheim.“ Es war einmal.

Abriss aus der Geschichte:

Am 10. März 1947, an einem Sonntagnachmittag, wurde der TSV Geiselwind gegründet. Flüchtlinge, Heimkehrer und Umsiedler brachten den Klub in schwierigen Zeiten mit auf den Weg, nachdem ein Sportverein Geiselwind vorher bereits gescheitert war. Eine Wiese in Verlängerung der heutigen Fischhausstraße im Osten Geiselwinds wurde 1947 zum Sportplatz umfunktioniert. Bis 1971 diente sie als Sportgelände, ehe der heutige Platz samt Sportheim (1972) entstand.

Sportlich hatte der Verein im Fußball seinen Höhepunkt mit dem Aufstieg in die Bezirksliga 1994, wo sich der TSV zehn Jahre behauptete. Seit 2014 spielen die Fußballer in der A-Klasse. Aktuell bestehen außerdem die Abteilugen Gymnastik, Korbball und Tischtennis.

TSV Geiselwind feiert 70 Jahre: Das Programm

Mit einem Festwochenende von Freitag bis Sonntag, 21.bis 24. Juli, begeht der TSV Geiselwind sein 70-jähriges Bestehen.

Freitag: Dreifranken-Cup der Fußballer, 18.15 Uhr TSV Scheinfeld-TSV Aschbach, 19.40 Uhr tritt der TSV/DJK Wiesentheid-TSV Langenfeld an. Party mit DJ Droppix im Festzelt.

Samstag: Ab 10 Uhr Fußball-Jugendturnier; ab 13 Uhr Korbballspiel; danach Fortsetzung des Fußballturnier. Der Sieger aus dem ersten Spiel erwartete den TSV Abtswind II, um 16 Uhr spielt der TSV Schlüsselfeld gegen den Sieger aus dem zweiten Freitagsspiel. Nach der Partie des TSV Allstarteams um 17.30 Uhr ist um 19 Uhr das Turnierfinale. Festbetrieb mit The Jets.

Sonntag: 10 Uhr der Gottesdienst im Festzelt, anschließend Mitgliederehrung und Mittagessen. Ab 12.30 Uhr Einlagespiel der Jugend. Um 14 Uhr spielt das TSV Allstarteam Korbball, ab 15 Uhr darf der Fußball-Nachwuchs erneut ran. Anschließend treffen die Fußballer des TSV Geiselwind auf den FC Geesdorf. Ausklang ist mit der Kapelle Drei-Franken-Eck Burghaslach.