Direkt vor Ort verlieh Bayerns Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, zusammen mit Generalkonservator Mathias Pfeil, die Denkmalschutzmedaille des Freistaats an die Katholische Kirchenstiftung in Wiesentheid. Anlass  war die umfangreiche Restaurierung der Mauritiuskirche, die  in den Jahren von 2012 bis 2017 statt fand. Stellvertretend für die Kirchenstiftung nahm Dekan Peter Göttke die Auszeichnung in  Empfang. Die kurze Feierstunde dazu fand im Freien direkt an der Kirche statt, was auch Minister Sibler freute.

Wegen der Corona-Pandemie habe der Freistaat auf die sonst übliche zentrale Verleihung der Auszeichnung in München verzichtet. Die Verantwortlichen besuchen statt dessen die insgesamt 26 Preisträger. Minister Sibler zeigte sich beeindruckt vom Gotteshaus. Nach einem kurzen Besuch beim Blutspendedienst am Wiesentheider Ortsrand sei er mit den Verantwortlichen zu Fuß zum Gotteshaus gelaufen. Dabei habe er die Wirkung des Bauwerks richtig erleben können, so Sibler.

Der Niederbayer aus dem Raum Plattling zitierte in seiner kurzen Ansprache aus dem Kirchenlied "Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land", das ihm dabei eingefallen sei.

In Siblers Laudatio nannte er die Kirche "ein Juwel unter den barocken Bauwerken Unterfrankens". Heute erstrahle das Meisterwerk der Architektur mit seinen aufwändigen Wandmalereien in neuem Glanz. sagte. Sibler dankt der Kirchenstifung für ihren großen Einsatz und die Ausdauer bei diesem Großprojekt.

Minister machte Fotos

Später ließ er sich kurz durch den Innenraum des Gotteshauses führen. Der Minister zückte dabei sogar das Handy, um die Eindrücke auch fotografisch festzuhalten. "Eine wunderbare Architektur und eine beeindruckende Kirche", so seine Eindrücke.

Zunächst hatte Wiesentheids Kirchenpfleger Paul Schug die geladenen Gäste von Denkmalschutz und Behörden sowie einige der am Bau beteiligten Fachkräfte begrüßt. Dass die Kirchenstiftung den Preis erhalten habe, sehe man als "Auszeichnung für die geleistete Arbeit und das sehenswerte Ergebnis", so Schug. Rund sechs Millionen Euro an Bausumme habe das Ganze gekostet. Der Einsatz aller daran Beteiligten habe sich gelohnt, das zeigten die Rückmeldungen. Schug hob den enormen Einsatz von Dekan Göttke für das Projekt vor, während und nach der Bauzeit hervor. Gleichzeitig dankte er den vielen freiwilligen Helfern.