Bei schönstem Herbstwetter machten sich 40 Wanderer auf zur „Musikalischen Wanderung“ von Iphofen nach Mönchsondheim. Zum Start stimmte die frohgelaunte Schar das Frankenlied an, begleitet von Manfred Groll auf dem Akkordeon. Unterwegs wurden an neun Stationen bekannte Lieder gesungen, die zur jeweiligen Umgebung passten.  Außerdem gab es dazu Interessantes zu Land und zur Lokalgeschichte von Museumsleiter Reinhard Hüßner.

Auf der Reichstsraße, die als alter Heer- und Handelsweg von Frankfurt nach Nürnberg in die Ferne führte, stimmte man das Wandelried an: „Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt…“. Bei der Vogtsmühle erklang direkt neben dem rauschenden Breitbach: „Es klappert die Mühle“. Nicht nur für das Thema regionale Weinbaugeschichte lieferte die Weinlage „Iphöfer Domherr“ den passenden Rahmen, sondern auch für das Lied „Sou a Schöppla Frankewei“.

Oberhalb der Weinlage Domherr mit Blick auf Iphofen und Mönchsondheim gab es eine anschauliche Erläuterung zum Ortsnamen Mönchsondheim: Die südlich (sond) vom Königshof Iphofen gelegene Ansiedlung (heim), die dem Kloster Ebrach (Mönch) untertan war. Letzte Station auf der fünf Kilometer langen Strecke war der Mönchsondheim Dorfplatz vor dem Kirchenburgmuseum. Dort erklang nach einigen Informationen zum Dorf und Museum „Kein schöner Land in dieser Zeit“ und den Schlusspunkt setzte in der Dorfkirche das feierliche Loblied „Großer Gott wir loben dich“.

Ein gemütlicher Umtrunk mit angeregter Unterhaltung überbrückte die Zeit, bis der „Kirchenburgexpress“ die vergnügte Wanderschar wieder wohlbehalten nach Iphofen brachte. Aufgrund des großen Zuspruches wird die „Musikalische Wanderung“ auch im nächsten Jahr wieder angeboten.

Von: Reinhard Hüßner (Leiter, Kirchenburgmuseum Mönchsondheim)