Mit einer Premiere begann der 14. Geiselwinder Weihnachtsmarkt – und mit einer Verabschiedung endete dieser: Erstmals traten Schüler der Grundschule von Geiselwind, die sich am Projekt „Wir machen Musik“ beteiligen, in der Öffentlichkeit auf. Und Anna-Lena Tremml sprach als Christkind nach sechsjähriger Amtszeit zum letzten Mal vom Rathausfenster herab ihren Weihnachtsprolog.
Mit einer Premiere begann der 14. Geiselwinder Weihnachtsmarkt – und mit einer Verabschiedung endete dieser: Erstmals traten Schüler der Grundschule von Geiselwind, die sich am Projekt „Wir machen Musik“ beteiligen, in der Öffentlichkeit auf. Und Anna-Lena Tremml sprach als Christkind nach sechsjähriger Amtszeit zum letzten Mal vom Rathausfenster herab ihren Weihnachtsprolog.
Der Gewerbeverband my-Geiselwind- Selbständige im Markt Geiselwind hatte den Markt wieder organisiert. Zur Eröffnung des sechsstündigen Programms kamen daher Bürgermeister Ernst Nickel mit dem Vorstand des Gewerbeverbandes mit Herrmann Baier, Stefan Reinlein, Gerhard Seitz und Doris Müller-Kern auf die große Bühne. Vorsitzende Doris Müller-Kern freute sich darüber, dass 20 Marktstände für ein gutes Angebot sorgten.
Für die musikalische Umrahmung sorgten die Grundschule, der Kindergarten, der Posaunenchor Haag, der Singkreis Geiselwind und die Steigerwaldkapelle Geiselwind. Mit Weihnachtsliedern und Percussionvorträgen zeigten die Schüler der 2. Klasse, was sie seit Februar im Projekt „Wir machen Musik" gelernt haben. Nach den Worten der Schulleiterin Bärbel Feser und von Toni Müller von der Steigerwaldkapelle wurde das Projekt, das Deutschlandweit in Schulen angeboten wird, auch in Geiselwind gestartet und läuft anderthalb Jahre. Finanziell unterstützt wird es von der Gemeinde und der Steigerwaldkapelle. Neben Lehrern wurde die Musikpädagogin Stefanie Troll von der Musikschule Wiesentheid verpflichtet, die auch die Liedvorträge auf dem Markt begleitete. Toni Müller sagte, man will den Kindern Grundkenntnisse im Singen und Musizieren vermitteln und sie anregen, später einmal in Kapellen oder Chören aktiv zu sein.
Unter den Marktständen waren auch einige Vereine und Gruppen aus Geiselwind, darunter der Kindergarten mit einer Tombola. Die Preise dazu waren zum Teil gespendet oder von Kindern, den Erzieherinnen und Eltern gebacken oder gebastelt worden. Die katholische Pfarrei verkaufte am Eine-Welt-Stand Produkte des Fairen Handels sowie Karten für den Auftritt des Liedermachers, Buchautors und Mundartdichters Wilhelm Wolpert. Dieser kommt am 19. Dezember ins katholische Pfarrzentrum. Die stellvertretende Bürgermeisterin Annemarie Mauer war für die evangelische Gemeinde Füttersee am Weihnachtsmarkt vertreten und verkaufte Kalender und CDs. Die Einnahmen dienen der Orgelrenovierung, die rund 19 000 Euro kosten wird und demnächst beginnen soll. Wieder begeisterte die große Krippe und die drei jungen Ziegen die Betrachter.
Zum Ende des Tages galt es Abschied nehmen von Christkind Anna-Lena Tremml (18), die zum siebten Mal den Weihnachtsprolog vom Rathausfenster herab sprach. Sie macht im Mai am Egbert-Gymnasium in Münsterschwarzach ihr Abitur. Die Jahre als Christkind von Geiselwind seien sehr schön gewesen“, sagte sie und erwähnte, dass sich vor allem die Kinder über ihre Auftritte sehr freuten. Auch ihre Vorgängerin als Christkind, Sonja Himmel, hatte eine so lange Amtszeit, sagte Doris Müller-Kern. Bei der Verlesung des Prologs waren die beiden Engel Anna Götz und Maike Himmer dabei. Bedauert hatten Marktbesucher, dass sich das Christkind und die Engel nur vom Rathausfenster zeigten und nicht auf den Markt kamen. Geschenke an die Kinder hatte Matthias Kräck als Nikolaus schon am Nachmittag verteilt.