Wegen der angespannten Corona-Lage müssen die geplanten Bürgerversammlungen leider ausfallen, gab Bürgermeister Rainer Ott am Montagabend in der Sitzung des Gemeinderats Martinsheim bekannt. Er hofft, dass diese bereits mehrfach hinausgeschobenen Veranstaltungen im Frühjahr 2022 durchgeführt werden können, erklärte er in der alten Schule in Gnötzheim.

Für das Baugebiet in Gnötzheim wurde die Ausschreibung genehmigt. Diese soll nun in Kalenderwoche 50 versendet werden, bis Ende Januar 2022 sollen die Angebote eingehen. Mitte Februar ist die Vergabe, Ende März der Baubeginn vorgesehen. Nach Ende der Arbeiten sollen dann ab September 2022 private Bauten errichtet werden können. Die Gesamtkosten schätzt das Architekturbüro auf 931 000 Euro, erklärte der Bürgermeister. Allerdings sind die Kosten für den Ringschluss der Wasserleitung noch nicht enthalten, da dieser separat ausgeschrieben wird, um das Baugebiet nicht weiter zu verzögern.

Liste von Projekten, die anstehen

Da dies nicht die einzige geplante größere Ausgabe in den kommenden Jahren ist, stellte der Rat eine Liste von Projekten zusammen, die voraussichtlich in der nächsten Sitzung mit dem Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft besprochen werden soll. Neben den Baugebieten in Martinsheim, Enheim und Gnötzheim ist die Kindergartenerweiterung mit voraussichtlich rund 1,9 Millionen Euro das größte Vorhaben. Auch die alle zehn Jahre vorgeschriebene Kanalbefahrung steht an und kann Folgekosten für Reparaturen und Fremdwasserbeseitigung nach sich ziehen. Teilweise könnte dies auch mit der Sanierung von Straßenabschnitten kombiniert werden, generell sind hierfür auch einige Kosten zu erwarten.

Mit dem neuen Feuerwehrauto für Martinsheim und dem Anschluss von Unterickelsheim an den Abwasserzweckverband Ochsenfurt (AVO) sind zwei größere Investitionen für 2023 bereits bekannt. Das Fahrzeug ist laut Rainer Ott bereits bestellt und für die Kläranlage Unterickelsheim läuft dann die Genehmigung aus.

Dach der Grundschule müsste saniert werden

Für die Baugebiete und den Anschluss an den AVO muss die Gemeinde in Vorleistung gehen, erhält das Geld aber in den folgenden Jahren zurück. Wie dies für den bereits erfolgten Anschluss von Martinsheim und Enheim an den AVO abgerechnet wird, sollte endlich entschieden werden, auch wenn die Kosten für das Regenrückhaltebecken noch fehlen, forderten die Ratsmitglieder.

Weitere absehbare Ausgaben in den nächsten Jahren sind unter anderem Reparaturen an gemeindeeigenen Bauwerken, wie dem Kirchturm in Enheim oder den alten Schulen in den Ortsteilen. Auch das Dach der Grundschule in Martinsheim müsste saniert werden.

Der Gemeinderat beschloss eine Spende von 100 Euro an den Verein DenkOrt Deportationen.

Die nächste Sitzung ist voraussichtlich am Montag, 20. Dezember.