Einstimmige Beschlüsse zum Breitbandausbau und zur Erdgasversorgung für den Schleifweg gab es in der Sitzung des Kleinlangheimer Marktgemeinderates am Dienstagabend im VfL-Sportheim. Der Breitbandausbau ist auch für den Bereich "Am Mittelweg" vorgesehen, wo schon ein Leerrohr vorhanden ist, wie Koordinator Willi Köhler berichtete, der auch für die Baueinweisung verantwortlich ist "und bei späterem Bedarf kann noch erweitert werden".

Der Rat stimmt geschlossen dafür, jetzt die Verlegung bis zur Hausnummer eins im Mittelweg vorzunehmen. Die Gemeinde wird dabei in Vorkasse gehen und dann später die Beiträge einheben, sagte Bürgermeisterin Gerlinde Stier dazu.

Zum Breitbandausbau im Zuge der Kanal- und Wasserleitungssanierungsarbeiten in der Bahnhofstraße informierte Köhler, dass eine Leitplanung derzeit nicht möglich sei, dafür aber eine vorläufige Genehmigung und die spätere Verlegung der Rohre bei den Grabarbeiten zum Schätzpreis von rund 30 000 Euro. Die Bürgermeisterin bedankte sich mit herzlichen Worten bei Willi Köhler, der durch die Koordinierung der Grabarbeiten für Kanal und Wasser mit der Verlegung der Breitbandrohre samt der nötigen Hausanschlüsse der Gemeinde Geld spare, was in der Runde mit Beifall quittiert wurde. Die Erweiterung des Erdgasversorgungsnetzes für die Anwesen 2 a, 6 und 8 "Am Schleifweg" erfolgt durch die Kitzinger LKW, die die Planungsunterlagen vorlegte, gab die Bürgermeisterin bekannt.

Stier berichtete von der Gehwegverbreiterung beim Anwesen Wiesenbronner Straße 36, die durch die Rückversetzung einer Mauer erreicht wurde, wobei sich die Eigentümer kooperativ gezeigt hätten: "Der Gehweg ist jetzt gut einen Meter breit". Nach Möglichkeit soll nach Aussage der Bürgermeisterin auch die Mauer beim Anwesen Wiesenbronner Straße 20 zurückversetzt werden, wozu es aber noch keinen Kostenvoranschlag gebe. Dieter Brunner waren die in dieser Straße auf verbotenerweise dem Gehsteig parkenden Autos ein Dorn im Auge.

Staatlicher Zuschuss für Schulverband

Für das Förderprogramm "Digitale Bildungsinfrastruktur an bayrischen Schulen" erhielt der Schulverband einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 51 900 Euro, die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 100 000 Euro. Für die Erweiterung des Kindergartens erhielt die Gemeinde bisher 380 000 Euro Zuschuss. Ein Förderbetrag von 100 000 Euro wird noch erwartet, die Gesamtkosten liegen bei rund 663 000 Euro.

Der traditionelle Maibaum wurde im kleinen Rahmen am 30. April aufgestellt. Dafür gab es die einstimmige nachträgliche Genehmigung durch das Ratskollegium.

Dieter Brunner fragte wegen der Abwasserentsorgung in der Bahnhofstraße nach. Da gebe es nur einen Kanal und kein Trennsystem, "das im Entwurf nicht vorgesehen ist", informierte die Bürgermeisterin.

Anhänger für Haidter Feuerwehr

Eine längere Diskussion gab es zum Antrag von Albert Müller, Kommandant der Haidter Feuerwehr, auf Kauf eines Anhängers für das Löschfahrzeug (TSF) zum Transport der Schläuche. Der Preis wurde mit 1098 Euro angegeben. Thomas Schellhorn hatte Zweifel, ob der Hänger notwendig sei und fragte nach wegen der Unterbringung des Hängers. Diskutiert wurde auch über die Beanstandung des Gewichts des TSF bei Beladung durch das Landratsamt und über einen eventuellen Führerschein für junge Aktive. Es wurde der Vorschlag gemacht, erst mit dem Aktiven über den Ankauf zu diskutieren und die Halle neben dem Feuerwehrgerätehaus zu räumen, um den Hänger unterzubringen. Die Bürgermeisterin beendete die Diskussionsrunde mit der Abstimmung, die mit acht gegen fünf Stimmen für den Anhänger ausfiel.

Beim Antrag auf Neubau einer gewerblichen Mehrzweckhalle mit Büro im Gewerbegebiet ging es um eine Autowerkstatt. Das Landratsamt schlug eine Verschiebung der Halle vor. Der Bauherr lehne aber eine Drehung ab, da dies räumlich nicht möglich sei, informierte die Bürgermeisterin. Dem Antrag auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans wurde mit der Maßgabe einstimmig stattgegeben, dass im Falle einer Änderung ein erneuter Antrag notwendig werde.