Zwei Hängepartien in Kitzingen erzürnen die CSU-Fraktion - der Pendlerparkplatz am Bahnhof und die Innenstadt-Erneuerung. Die Frage dabei: Wer bremst?
Der Finger in der kommunalpolitischen Wunde ist deutlich: Die CSU-Fraktion kritisiert mit einiger Schärfe, dass beim Pendlerparkplatz am Kitzinger Bahnhof nichts vorangeht und das Erneuerungsprojekt Innenstadt ebenfalls seit Jahren planerisch stagniert. Das Bauamt wiederum verweist auf eine Vielzahl von Projekten, die personelle Ressourcen binden, und: Am 29. Juni soll der Bahnhofs-Parkplatz in den Stadtrat.
Klappt es vor der Sommerpause?
Das seit 2007 vor sich hindümpelnde Projekt der Umgestaltung des Bahnhofsumfelds nervt nicht nur die CSU, sondern auch OB Siegfried Müller. Der hatte Ende Mai ein Gespräch mit einem Bahn-Verantwortlichen, um endlich das größte Hindernis für die städtischen Pläne aus dem Weg zu kriegen – den Verkauf des Bahnhofs. Ergebnis. Die Veräußerung, die vor Monaten schon angekündigt war, sei nach den Worten des Bahn-Mitarbeiters in Bälde geplant. Müller hofft jetzt, „dass es vor der Sommerpause klappt“.
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Geduld der CSU ist allmählich am Ende
Keine Geduld mehr hat die CSU beim Pendlerparkplatz, der ungeachtet der Bahnhofsproblematik neben den Kleingärten gebaut werden könnte. Die Fraktion fordert, dass die Entwurfsplanung am 29. Juni im Stadtrat vorgelegt wird. Spät genug aus Sicht der CSU. Schließlich stamme der Ratsbeschluss vom September 2014.
Allerdings gab's für die von breiter Mehrheit getragenen Pläne für gut hundert Stellplätze Mitte 2016 eine Vollbremsung. Die neu losgetretene Diskussion um ein teures Parkhaus mündete in einen Bürgerantrag, der erst Anfang Oktober vom Stadtrat abgeschmettert wurde. Das alles habe die Planung für ein halbes Jahr behindert, so Bauamtschef Oliver Graumann. Am 29. Juni werde das Projekt erneut zur Entscheidung vorgelegt. Dabei werde über Kosten und Fragen der Realisierung informiert.
Forderung: Externes Planungsbüro soll Pläne begleiten
Ein großes Ärgernis für die CSU sind die fehlenden Pläne für eine attraktivere Innenstadt: „Seit Jahren werden wir hingehalten und müssen zusammen mit den Bürgern und Touristen den Stillstand bei der städtischen Entwicklung der Innenstadt ertragen“, so der Antrag.
Damit das vorankommt, fordert die Fraktion, ein externes Planungsbüro zu beauftragen, die Pläne für den Bereich rund um den Marktplatz zu begleiten. Ziel: Ende des Jahres soll die Projektplanung in den Stadtrat.
Im Prinzip rennt die CSU bei Bauamtsleiter Graumann mit dem Vorstoß offene Türen ein: „Wir sind nirgends so aktiv wie in der Innenstadt“, betont er mit Blick auf Projekte wie – unter anderem – die Brauhöfe, die Kaiserstraße 17, das Marktcafé, die Schmiedelstraße-Neubauten, die Fastnacht-Akademie oder das Sanierungs-Projekt Altstadt. Das alles binde viel Personal und Arbeitszeit.
Korrigiert mich bitte... aber mein persönlicher Eindruck ist, dass alles was über die Stadt und deren Ämter/Behörden geplant, gebaut, o.ä. wird eine Ewigkeit dauert.
Es gibt immer wieder Ausreden, Rolle rückwärts, zurück auf Los, etc. Und auch der Stadtrat ist nicht besser. Meinungen werden geändert und die Grabenkämpfe sind wichtiger als das eigentliche Ziel.
Während KT in den letzten Jahren eine starke Entwicklung hinlegt, getrieben durch Privatpersonen, Firmen und Investoren scheint bei "der Stadt" Trägheit zu herrschen.