Sascha Kuntze heißt der neue Diakon, der zum 1. Februar neuer Dekanatsjugendreferent wird. Derzeit hält er noch bis Ende Januar in München die Stellung, freut sich aber schon sehr auf seine neue Aufgabe und auf die Arbeit für und mit der Jugend im evangelischen Dekanatsbezirk.

Sein Vorgänger Klaus Raab hatte sich 24 Jahre lang in Kitzingen für die Evangelische Jugend im Dekanat engagiert und war am 1. Oktober in den Ruhestand gegangen. Dekanin Kerstin Baderschneider freut sich, dass die Stelle nun wiederbesetzt werden kann. Sie wird Diakon Kuntze am Freitag, 5. Februar, in einem Gottesdienst in sein Amt einführen.

Sascha Kuntze ist gebürtiger Frankfurter. Doch schon nach wenigen Jahren ließ er die hessische Grenze hinter sich und gelangte ins unterfränkische Kahl am Main. In der Schulzeit sammelte er in der eigenen Gemeinde viele Erfahrungen in der Konfirmanden- und Jugendarbeit. "Ich hatte viel Spaß", erzählt der 29-Jährige im Gespräch mit dieser Redaktion. Jugendgruppenleitungen in Vereinen folgten.

So reifte in ihm die Erkenntnis: "Das liegt mir gut, ich habe Freude daran." Logische Konsequenz: ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) nach der Realschule.  Das leistete Sascha Kuntze im Blindeninstitut in Würzburg. Hier entschloss er sich auch, Diakon zu werden. Nach dem FSJ leistete er Dienst im Evangelischen Jugendzentrum in Aschaffenburg. Dort begleitete ihn ein Diakon bei seiner Arbeit.

Stelle in München

Im September 2011 startet in Rummelsberg, wo er sechs Jahre verbrachte, dann seine Ausbildung zum Diakon. Entschieden hat er sich für eine Ausbildung zum Erzieher. Sein Berufsanerkennungsjahr absolvierte er in Fürstenfeldbruck. Vier Semester Diakonik folgten, bis er im August 2017 mit allem fertig war. Seine erste Stelle trat er in München an. Er arbeitet in der Apostelkirche und Petruskirche Solln sowie in der Jerusalemkirche Taufkirchen.

Seine Beweggründe, sich für Kitzingen zu bewerben, sind schnell erklärt. "Ich wollte in Richtung Heimat", sagt Sascha Kuntze. "Unterfranken ist meine Heimat." Zudem wohne seine Partnerin in Aschaffenburg. "Wir kommen ein bisschen näher zusammen", freut er sich auch darauf. Dazu kam, dass die Stellenausschreibung einfach passte. 

Er möchte den Jugendlichen Heimat und Perspektive geben, so wie er es in seiner Jugend auch erfahren hat. Wichtig ist ihm auch die Vernetzung der Evangelischen Jugendarbeit auf Dekanatsebene mit den Gemeinden im Dekanat und darüber hinaus mit verschiedenen weiteren Kooperationspartnern. Im Blick hat er dabei auch die Ökumene und die Kommunen. "Ich möchte den Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich in der Evangelischen Jugend auszuprobieren und partizipativ mitzugestalten", sagt der neue Dekanatsjugendreferent. Die Jugendlichen sollten für ihre Themen die Ermöglichung und die Befähigung zur Mitbestimmung bekommen.

Bei seiner Vorstellung sei er begeisterten Jugendlichen begegnet. Die lebendige Jugendarbeit, die er hier vorgefunden hat, begeistert ihn selbst und weckt Vorfreude auf die Begegnungen und die Zusammenarbeit.

Auch seine Hobbys müssen in Kitzingen nicht leiden. Nur Corona macht ihm momentan einen Strich durch die Rechnung. Denn eine seiner Leidenschaften ist Schwimmen, eine andere das Inline-Skaten. Und da bieten sich entlang des Mains viele Möglichkeiten.