In einem feierlichen Gottesdienst auf dem Platz vor der Iphöfer Spitalkirche verabschiedeten und entpflichteten Kirchenrat Ingo Schurig und Dekanin Kerstin Baderschneider den langjährigen Pfarrer und Landeskirchlichen Beauftragten der Notfallseelsorge in Nordbayern, Hanjo von Wietersheim. Er geht nun in Ruhestand, oder genauer gesagt erst in die Freistellungsphase. Der Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) im Landkreis Kitzingen bleibt der 63-Jährige aber noch erhalten.

In seiner Abschiedspredigt hatte sich Hanjo von Wietersheim Johannes der Täufer zum Thema genommen. Er wünscht sich eben mit Blick auf diesen, dass es ihm manchmal gelungen sei, Menschen zu Gott zu bringen. Dekanin Baderschneider skizzierte den Pfarrer und Menschen von Wietersheim. Das, was er getan habe, habe er unaufgeregt, aber engagiert gemacht. Er habe aber auch zur "Rampensau" werden können, wenn es um Gerechtigkeit, um Frieden gegangen sei. Sein Anliegen sei es stets gewesen, die Notfallseelsorge zukunftsfähig zu machen, dankte Ingo Schurig.

Als "Vater der Notfallseelsorge" gewürdigt

Kreisbrandrat Dirk Albrecht würdigte von Wietersheim als "Vater der Notfallseelsorge". Mit Albrecht waren Vertreter der Blaulichtorganisationen gekommen, ebenso Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft PSNV, von denen etliche Betroffene des Amoklaufs von Würzburg und dort eingesetzte Rettungskräfte betreut hatten. Auch Pfarrer Dirk Wollenweber, Landeskirchlicher Beauftragter der Notfallseelsorge in Nordbayern, dankte seinem Kollegen für dessen Engagement.

Weitere Grußworte sprachen Synodale und Landtagsabgeordnete Barbara Becker, stellvertretender Landrat Robert Finster, Bürgermeister Dieter Lenzer, Pater Adam Was, Senior und Pfarrer Peter Stier für das Pfarrkapitel, Jürgen Plock für den Kirchenchor und Vertrauensmann Christian Kern. Die Vertretung in der Zeit der Vakanz übernehmen Pfarrer Paul Häberlein (Mainbernheim) und Pfarrerin Raffaela Meiser (Rödelsee).