Auf historischer Stadtführung war der Bund der Ruhestandsbeamten, Rentner und Hinterbliebenen (BRH) Volkach in Iphofen mit Gästeführerin Evelyn Hatzung. Am Einersheimer Tor gab sie eine Einführung in die Stadtgeschichte Iphofens, der Verleihung der Stadtrechte im 13. Jahrhundert, dem Bau der Wehranlage mit der bis heute erhaltenen Stadtmauer und den Toren sowie Wall und Graben zur Sicherung der Stadt und des östlichen Randes des Fürstbistums Würzburg.

In historischem Kostüm und mit einem Handwagen, auf dem sich geheimnisvolle Jutesäcke türmten, stellte die Stadtführerin Iphofen vor. Vor dem barocken Rathaus packte sie den ersten Sack aus: eine Halsgeige als historische Strafe konnte von zwei Frauen ausprobiert werden.

Es folgte ein Abstecher in die spätgotische Pfarrkirche St. Veit, danach ging es vorbei an der Michaelskapelle mit dem Beinhaus. Nach dem Rödelseer Tor, dem Vorwerk der Befestigungsanlage, zog die Gruppe auf den Wall, wo ein „Wachsoldat“ mit dem Inhalt weiterer Jutesäcke ausgerüstet wurde: mit Helm, eisernem Handschuh und Hellebarde. Wollte man die benachbarte Kanalgasse mit damals wertvollen Lederschuhen betreten, schlüpfte man zum Schutz vor Matsch und Unrat in Holztrippen, die sie zum Abschluss zeigte, so die Mitteilung des BRH über den sehr anschaulichen Stadtrundgang.